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Auch Kunst im Stadtraum ist beim jüdischen Kulturfestival „Chai OF“ zu sehen.
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Auch Kunst im Stadtraum ist beim jüdischen Kulturfestival „Chai OF“ zu sehen.

Offenbach

Offenbach: Jüdische Kunst und Musik

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Das Chai-Festival in Offenbach ist mit Ausstellungen und Konzerten gestartet und endet am Freitag. Karten für das Festivalgelände im Büsingpark sind noch zu haben.

Sind es Schweinchen? Oder doch Elefanten? Zwei Frauen im mittleren Alter betrachten sich die Holzskulptur im Innenhof des Büsingpalais und fragen sich, was sie darstellen soll. Auf einer Plattform liegen mehrere rote, von hinten rosa schimmernde Holzformen. Mit Tieren haben sie aber nichts zu tun, sondern es sind Nasen, wie Künstlerin Olga Grjasnowa erklärt.

„Ich fand interessant, dass hier einst eine Schnupftabakfabrik war“, erzählt die Künstlerin am Donnerstagnachmittag. Die Formen am Boden sahen für sie wie das Riechorgan aus, also hat sie ganz viele Nasen in ihrem Atelier hergestellt, deren Formen aus ihrem Familienkreis stammen. „Einatmen unter sich“, nennt sie das Kunstwerk. Grjasnowa ist eine von 27 Kunstschaffenden, die von der Stadt zum jüdischen Kulturfestival Chai-OF eingeladen worden ist.

Chai bedeutet auf hebräisch Leben. Im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiert Offenbach die Vielfalt der jüdischen Kultur am Donnerstag und morgen, Freitag, mit Kunstausstellungen in der ganzen Stadt, Konzerten im Büsingpark, einem interaktiven Stadtplan zur jüdischen Geschichte in der Stadt sowie einem Audiowalk und einer Führung durch die Synagoge.

Im Büsingpark ist eine Bühne aufgebaut, das Gelände ist mit Zäunen und weißen Planen abgedichtet. 500 Leute dürfen das Festivalgelände gegen eine kleine Servicegebühr von 1,50 Euro betreten. Es ist die erste größere Veranstaltung im Freien in Offenbach seit dem Lichterfestival vor zwei Jahren. 200 Leute hatten sich bis zum Donnerstagnachmittag online ein Ticket gekauft.

Am Donnerstag standen Mary Ocher und Adi Liraz auf der Bühne. Die Musikerin Liraz, die in Israel lebt, aber auf Farsi singt, hat spontan die Familie und Mitarbeitenden des persischen Restaurant Süße Limone in der Herrnstraße persönlich zu ihrem Konzert eingeladen. „Das war schön“, sagte Schmidt.

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