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Verkehrsdezernentin Sabine Groß muss im ÖPNV sparen.
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Verkehrsdezernentin Sabine Groß muss im ÖPNV sparen.

Offenbach

Offenbach: Geringere Kürzungen im Nahverkehr als befürchtet

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Verkehrsdezernentin Sabine Groß stellt ihr Einsparkonzept in Höhe von 4,8 Millionen Euro vor. Vom aktuellen Ist-Angebot müssen 83 000 Kilometer gestrichen werden. Entlastung bringen Ausgleichszahlungen von Land und Bund.

Rund 83 000 Kilometer weniger als geplant sollen die Busse zum Fahrplanwechsel im Dezember in Offenbach fahren. Das sind zwei Prozent des bisherigen Angebots. So sieht es das Einsparkonzept vor, dass Verkehrsdezernentin Sabine Groß (Grüne) in einer Videokonferenz des Haupt-, Finanz-, Digitalisierungs- und Beteiligungsausschusses am Montagabend vorgestellt hat. Der Einschnitt im Öffentlichen Personennahverkehr fällt deutlich geringer aus, als das viele nach dem Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung befürchtet hatten. Der Magistrat war beauftragt worden, für das Jahr 2022 Einsparungen in Höhe von 4,8 Millionen Euro zu finden. Bis 2025 sollen es rund 20 Millionen sein.

„Wir gehen inzwischen davon aus, dass Corona-Verluste für ÖPNV-Unternehmen auch im Jahr 2021 in voller Höhe ausgeglichen werden“, sagte Peter Walther, Geschäftsführer der Stadtwerke Offenbach. Für das Jahr 2021 plane die Stadt mit rund 3,5 Millionen Euro. Die Politik habe in Gesprächen mit den Verkehrsverbänden signalisiert, dass der ÖPNV auch weiter entlastet werden soll. „Das bedeutet, dass wir entgegen der bisherigen Planung die Annahme treffen, dass wir im Jahr 2022 einen Ausgleich von drei Millionen Euro bekommen werden“, erklärte Walther. Sollten die Fahrgastzahlen höher sein, würden die Zahlungen geringer ausfallen.

Dadurch mussten für das Jahr 2022 „nur“ 1,8 Millionen Euro eingespart werden. Dabei haben die Verantwortlichen bei der Anbindung an Bürgel-Ost angesetzt. Den Auftrag dafür hatten die Stadtwerke an ein Subunternehmen vergeben. „Wir haben die Leistung so weit runtergekürzt, wie es vertraglich möglich ist, ohne dass wir eine Abstands- oder Strafzahlung leisten müssen“, sagte Walther. Die Kürzung belaufe sich auf zwischen 22 und 23 Prozent. 25 Prozent stehen im Vertrag. Alleine daraus würden rund 400 000 Kilometer eingespart. Die seien mit vier Euro bewertet, so dass sich 1,6 Millionen Euro sparen lassen. Die Reduzierung von rund 83 000 Kilometer im Ist-Angebot machen knapp 200 000 Euro aus. „Das vorgelegte Konzept ist eine Punktlandung, um die erforderlichen 4,8 Millionen Euro einzusparen“, betonte Walther.

Mit dem Konzept werden nur noch 204 statt bislang 218 Busfahrerinnen und Busfahrer der Offenbacher Verkehrsbetriebe (OVB) und Main Mobil Offenbach (MMO) benötigt. Neun würden aus Altersgründen ohnehin ausscheiden, erklärte OVB-Geschäftsführer Heiko Linne. Bei fünf anderen werden die befristeten Verträge nicht verlängert. „Wir werden sie dabei unterstützten, dass sie woanders eine Beschäftigung bekommen“, sagte Sabine Groß.

Bei den Einsparungen im Bestandsverkehr ging es laut OVB-Geschäftsführerin Anja Georgi möglichst darum, in der Hauptverkehrszeit wenig zu verändern. Die markantesten Veränderungen gibt es auf den Linien 104 und 105, die künftig nicht mehr im 7,5-Minutentakt, sondern 15-Minutentakt fahren sollen. Die größten Einschränkungen gibt es im Spätverkehr. Zwischen 23 und 1 Uhr sollen die Busse nur noch stündlich statt halbstündlich fahren.

Am Donnerstag müssen die Stadtverordneten dem Konzept zustimmen. „Danach werden wir die Zeit nutzen, um den Nahverkehrsplan 2022 aufzustellen“, sagte Groß.

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