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Ein Umspannwerk der EVO im Norden Offenbachs.
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Ein Umspannwerk der EVO im Norden Offenbachs.

Offenbach

Offenbach: EVO will doppelt so viel Strom erzeugen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die EVO investiert 100 Millionen Euro in den Ausbau des Hochspannungsnetzes in der Stadt und im Kreis Offenbach. Die Leistung soll verdoppelt werden.

Der Rückgang des Stromverbrauchs in den vergangenen Jahren kommt zu einem Ende hat der hessische Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) festgestellt: „Es dreht sich jetzt wieder.“ Rechenzentren, die steigende E-Mobilität und der Bau von neuen Wohngebieten durch den Zuzug vieler Menschen in die Städte bringen einen erhöhten Bedarf an Energie. „Wir haben zusätzliche Verbraucher und brauchen deshalb zusätzliche Netze“, sagt Al-Wazir.

So wird auch die Energieversorgung Offenbach (EVO) in den kommenden zehn Jahren 100 Millionen Euro in den Ausbau ihres Hochspannungsnetzes in Stadt und Kreis Offenbach investieren. Die Kapazitäten werden sich somit von jährlich rund 300 Megawatt auf rund 600 Megawatt verdoppeln. Zurzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten, im Herbst soll es richtig losgehen, berichtet EVO-Technikvorstand Günther Weiß. Insgesamt seien in Stadt und Kreis Offenbach fünf große Bauprojekte vorgesehen. Es werden Umspannwerke ertüchtigt und Leitungstrassen auf einer Strecke von 120 Kilometern verstärkt. „In einem Fall müssen wir von Dettingen eine Stromleitung unter dem Main nach Seligenstadt verlegen“, sagt Weiß. Die ersten Leistungserhöhungen sind bereits in rund zwei Jahren zu erwarten.

Die Evo

Der Energieversorger Offenbach (EVO) versorgt nach eigenen Angaben rund 500 000 Menschen sowie Unternehmen und Kommunen in der Stadt und im Kreis Offenbach mit Strom. Außerdem versorgt die EVO die Menschen mit Gas und Wasser.

Die Hälfte der Energieerzeugung ist bereits ökologisch. Das städtische Unternehmen betreibt unter anderem 45 Windräder.

Die EVO hat in den vergangenen 20 Jahren hat den Einsatz von Kohle im Heizkraftwerk am Nordring in Offenbach von 118 000 Tonnen auf rund 68.000 Tonnen im Jahr 2020 reduzieren können. (tim)

Der Technikvorstand betonte, dass die ökologischen Aspekte für die EVO wichtig seien und ein Fachinstitut sämtliche Arbeiten aus ökologischer Sicht begleiten werde, um die Belastungen zu reduzieren. „Ohne den Netzausbau wird es keine weitere Integration der E-Mobilität geben“, so Weiß. In sensiblen Arealen werde das sogenannte Bohrspülverfahren zum Einsatz kommen, wobei die Leitungen mehrere Meter tief im Erdboden verliefen.

Für die Stadt Offenbach sei gerade zur Anwerbung neuer Firmen eine gute Infrastruktur enorm wichtig, hob Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) hervor. „Für diese Unternehmen benötigen wir exzellente Internetanschlüsse und eine sichere Stromversorgung.“

Der Landrat des Kreises Offenbach, Oliver Quilling (CDU), berichtet, dass allein in den vergangenen Jahren fast 14 000 Menschen neu in den Kreis zugezogen sind. Außerdem seien von 15 000 neu zugelassenen Fahrzeugen 3000 Hybridautos und 600 E-Autos. „Wenn wir den Bedarf decken wollen, müssen wir die Netze ausbauen“, sagt er. Auch die Industrie- und Handelskammer Offenbach sieht große Chancen in dem Ausbau. „Eine steigende Energieeffizienz ist bei gleichzeitig wachsendem Energiebedarf nur mit Hilfe der Digitalisierung zu erreichen“, stellt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner fest.

Finanzieren will die EVO das Projekt unter anderem mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger. Gemeinsam mit den Sparkassen Offenbach und Langen-Seligenstadt wird die EVO in Kürze einen Sparbrief namens „Pro Futura“ anbieten. „Das ermöglicht jedem, sein Geld für einen guten Zinssatz vor Ort zu investieren“, sagt der EVO-Vorstandsvorsitzende Christoph Meier.

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