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Für die Kommunalwahl in Offenbach wird es einen eigenen „Wahl-o-Mat“ geben.
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Für die Kommunalwahl in Offenbach wird es einen eigenen „Wahl-o-Mat“ geben.

Offenbach

Digitale Wahlhilfe

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Jugendliche gestalten eine Art Wahl-o-Mat für Offenbach mit. Das Online-Portal Voto wird es auch für Frankfurt geben.

Es war ein erschütterndes Ergebnis. Nur 32,9 Prozent der 89 524 Wahlberechtigten waren vor fünf Jahren in Offenbach zur Kommunalwahl gegangen. Es war das niedrigste Ergebnis in ganz Hessen.

„Vor allem deshalb haben wir uns Offenbach ausgesucht“, sagt Julius Oblong, Vorstand Finanzen des gemeinnützigen Vereins Team of Tomorrow. Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, junge Wählerinnen und Wähler mit einer digitalen Wahlhilfe names Voto zu mobilisieren – mit Hilfe von Jugendlichen.

In Marburg, Fulda und eben in Offenbach werden 20 Thesen zu Problemen und Streitfragen in der Kommunalpolitik erarbeitet und an die Bewerberinnen und Bewerber für die Stadtverordnetenversammlung geschickt. Auf www.voto.komunat.de wird für alle ein Profil angelegt. „Unsere Hauptzielgruppe sind junge Leute bis 25. Die Inhalte, so hoffen wir, werden aber darüber hinaus wirken“, sagt Oblong.

Das Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung ermöglicht und vom Kinder- und Jugendparlament Offenbach unterstützt. Bis zu 20 interessierte junge Menschen können sich noch bis zum 22. Januar bewerben, um an den zwei Workshops (23. und 24. Januar) teilzunehmen. Zwei Wissenschaftler:innen aus Stuttgart und FR-Redakteur Fabian Scheuermann werden die Thesen mit den Jugendlichen für Offenbach erarbeiten.

„Am 26. Januar stellen wir die Thesen den Kandidatinnen und Kandidaten vor, die dazu auch ausführlicher Stellung beziehen können“, erklärt Oblong. Dann habe alle Bewerber:innen knapp zehn Tage Zeit, ehe Voto am 12. Februar online geht. Die Wähler:innen beantworten dann dieselben Fragen und bekommen eine Liste der Kandidatinnen und Kandidaten ausgeworfen, die ihnen am nächsten stehen.

Darüber hinaus werden allen Bewerber:innen persönliche Fragen nach dem sogenannten Schwartz-Wertekompass gestellt. „Da geht es um die Haltung zu sozialen Beziehungen oder Macht“, erklärt Oblong. Das sei eine optionale Komponente, die die Nutzer:innen des Voto in der Onlinemaske aber auch abschalten könnten, wenn nur Sachthemen eine Rollen spielen sollten.

Ob es auch neben den Profilen für die Bewerber:innen auch gesonderte für die Parteien geben wird, darüber stimmt der in Stuttgart sitzende Verein noch intern ab. „Für uns ist das Kandidatenprofil entscheidend und das ist auch der größte Unterschied zum klassischen Wahl-o-Mat“, erklärt Oblong.

Da noch mehr Ressourcen vorhanden sind, wird der Verein auch eine digitale Wahlhilfe für die Kommunalwahl in Frankfurt, bei der OB-Wahl in Marburg und der Kreistagswahl in Marburg-Biedenkopf einrichten. Allerdings ohne Workshop.

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