Offenbach

Offenbach: Dezernentin verteidigt E-Busse

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Busse mit Brennstoffzellen wären viel teurer, sagt Dezernentin Sabine Groß.

Wären Busse mit Wasserstoffantrieb eine gute Alternative zu der geplanten Anschaffung von Elektrobussen durch die Offenbacher Verkehrs-Betriebe (OVB)?

Die zuständige Dezernentin Sabine Groß (Grüne) hat laut einer Mitteilung der Stadt auf eine entsprechende Anfrage des Magistrats geantwortet. Laut Groß hat sich die OVB intensiv mit den Vor- und Nachteilen von verschiedenen umweltgerechten Antriebsarten beschäftigt. Dabei habe sich der Elektroantrieb als „wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Alternative“ herausgestellt. Bei Elektrobussen seien die Kosten geringer und die Marktverfügbarkeit höher als bei Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb.

Derzeit sei der Marktpreis für E-Busse um bis zu 185 000 Euro niedriger als bei Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Die Energiekosten liegen laut der Mitteilung für einen E-Bus bei rund 27 Cent pro Kilometer; der Einsatz eines Brennstoffzellenbusses koste pro Kilometer dreimal so viel. Außerdem wäre eine Wasserstofftankstelle auf dem Betriebsgelände laut Groß wegen der Gefahren bei der Lagerung im Wohngebiet und des großen Platzbedarfs „kaum genehmigungsfähig“.

Der Kauf von Elektrobussen in Offenbach ist wegen der hohen Kosten umstritten. Besonders die SPD hatte sich zuletzt kritisch geäußert. jon

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