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Offenbach: Das historische Ortsbild der Stadtteile bewahren

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Von: Jonas Nonnenmann

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Engelsgässchen im Offenbacher Stadtteil Bürgel.
Engelsgässchen im Offenbacher Stadtteil Bürgel. © Monika Müller

Die Offenbacher CDU-Fraktion will das historische Ortsbild in Bieber, Rumpenheim und Bürgel erhalten. Gestaltungssatzungen sollen dort künftig die Bebauung regeln.

Mit einem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung setzt sich die Offenbacher CDU-Fraktion für die Erhaltung des historischen Ortsbildes in Bieber, Rumpenheim und Bürgel ein.

„In Offenbach findet man erhaltene historische Bausubstanz nur noch vereinzelt und im Wesentlichen in den Stadtteilen“, heißt es in dem Antrag. Es sei wichtig, dass die historischen Gebäude, die dort das Ortsbild prägen, nicht durch Umbauten, Anbauten oder sonstige Veränderungen „ihres authentischen Charakters beraubt werden“.

Das Erscheinungsbild könne schon durch vermeintlich kleine Eingriffe empfindlich gestört werden – etwa durch außen montierte Rollladenkästen oder durch Kunststoffmarkisen. Es sei sogar vorgekommen, dass Fachwerk mit Isolationsplatten verkleidet wurden. Drei von der CDU vorgeschlagene Gestaltungssatzungen für die jeweiligen Stadtteile sollen dem vorbeugen. Die Satzungen regeln zum Beispiel, welche Art von Dächern mit welcher Neigung zulässig sind, wo Dachgauben erlaubt sind und nach welchen Regeln Solaranlagen montiert werden dürfen.

Einheitliche Farbe

Vorgeschrieben ist auch, dass die Farbe der Fassaden zu den umliegenden Gebäuden passen soll. Die Verwendung von fluoreszierenden Farben soll verboten werden, Fensterläden sind laut Satzung nur als Klapp-und Schiebeläden in Holz zulässig.

Inspirieren ließ sich die CDU-Fraktion nach eigenen Angaben von Anwohnerinnen und Anwohnern sowie von der bereits beschlossenen Werbeanlagen- und Gestaltungssatzung für das Stadtzentrum. Die Ausführung „decken [..] sich mit Teilbereichen der für diese Gestaltungssatzungen ausgewiesenen Gebiete“, so die CDU.

Bei Veranstaltungen 2017 in Bürgel und 2020 in Bieber („Bieber, Bürgel Mitte machen“) seien sich die Teilnehmer:innen einig gewesen, dass Gestaltungssatzungen notwendig sind.

Laut CDU sollen diese auch den zuständigen Ämtern, etwa dem Baubüro, die Arbeit erleichtern. Die CDU war bis vor kurzem an der Offenbacher Koalition beteiligt, inzwischen sitzt die Fraktion im Stadtparlament in der Opposition. jon

Den Antrag und die Gestaltungssatzungen finden Interessierte unter https://pio.offenbach.de

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