Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In dem Bildungshaus sollen künftig rund 540 Kinder Platz finden.
+
In dem Bildungshaus sollen künftig rund 540 Kinder Platz finden.

Offenbach

Offenbach: Bildungshaus ersetzt Polizeipräsidium

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
    schließen

Die private Erasmus-Gesellschaft investiert 20 Millionen Euro in einen Neubau für Krabbelstube, Kita und Schule im Offenbacher Westend.

Offenbach – Spanisch, Englisch und Deutsch ab dem ersten bis zum 18. Lebensjahr lernen. So sieht es das pädagogische Konzept der Erasmus gGmbH vor, die in Offenbach aktuell 108 Krabbelplätze, 150 Kitaplätze und 100 Grundschulplätze anbietet. Aufgrund der riesigen Nachfrage soll – unweit des bisherigen Schulstandorts im Dreieichring im Westend – auf dem ehemaligen Gelände des Polizeipräsidiums Südosthessen in den nächsten Jahren ein Bildungshaus entstehen. Dort werden künftig Krabbelstube, Kita, Grundschule und Gymnasium unter einem Dach vereint.

„Das ist ein Zukunftsprojekt für ganz Deutschland“, frohlockt Rolf Schmidt, Geschäftsführer der gemeinnützigen Erasmus GmbH. Die zwei entstehenden Gebäude in der Parkstraße, Ecke Geleitsstraße im Offenbacher Westend sollen bis Sommer 2024 fertig sein und rund 20 Millionen Euro kosten. „Leider“, so Schmidt, zieht die Polizei Südosthessen erst Ende des Jahres aus, so dass mit den Abrissarbeiten am Gebäude erst im Frühjahr 2022 begonnen werden kann. Erst dann kann der Bauantrag gestellt werden. „Jeder Monat, den wir verlieren, kostet Geld“, sagt Schmidt. Das Grundstück hatte Erasmus vom Land Hessen vor drei Jahren für 2,4 Millionen Euro erworben mit der Auflage, Kita- und Schulplätze zu bauen.

Warteliste mit 1000 Kindern

In dem neuen Gebäude sollen 36 Krabbelkinder, 75 Kita-Kinder, 200 Grundschulkinder sowie 225 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten Platz finden. Das alte Gebäude soll weiter für die Krabbelstube und den Kindergarten genutzt werden. „Wir haben eine Warteliste von 1000 Kindern“, sagt Schmidt. Die Begehrlichkeiten sind groß, obwohl die Erasmus gGmbh von allen Kindern ein Schulgeld von 300 Euro pro Monat verlangt. „Auch wenn wir das nicht wollen. So sieht es das hessische Landesgesetz für private Träger vor“, sagt Schmidt. Kinder aus ärmeren Familien bekämen auch Stipendien, die von Schule und Elternverein getragen werden.

Es gäbe nur sehr wenige Quereinsteigerkinder, weil die allermeisten von klein auf die Bildungseinrichtungen der Erasmus gGmbH durchlaufen. „Wir haben mehr Unterrichtsstunden in der Grundschule als staatliche Schulen. Damit sind die Kinder aber nicht überfordert“, berichtet Schmidt und findet es einen „Skandal“, dass es in Deutschland keine ganztägigen Grundschulen gibt.

Bei der Auswahl der Lehrkräfte setzt Erasmus auf Muttersprachler aus Lateinamerika, Nordamerika und Indien. „Wir haben eine sehr hohe Übergangsquote ins Gymnasium“, sagt Schmidt. Die zwei viergeschossigen Gebäude entstehen auf einer Fläche von 8244 Quadratmetern. Neben den Bildungseinrichtungen wird es eine Einfeldturnhalle sowie eine Mensa geben, die auch von Externen genutzt werden soll. (Timur Tinc)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare