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Die Parkplatznot in Offenbach ist groß.
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Die Parkplatznot in Offenbach ist groß.

Offenbach

2500 Parkplätze für Anwohner

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Stadt Offenbach will ab Sommer eine Fläche von 110 Hektar für Bewohnerparken ausweisen. Unter anderem das komplette Offenbacher Westend.

Seit vielen Monaten bekommen Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP) und die Stadtverwaltung immer wieder Anrufe von genervten Offenbacher:innen. Sie finden keine Parkplätze an ihrem Wohnort, weil Berufspendler:innen oder andere Ortsfremde ihre Autos in den Straßen abstellen. „Das Wachstum von 20 000 Einwohner:innen in den letzten 15 Jahren macht sich besonders schnell im Verkehr bemerkbar“, sagt Weiß. Im Sommer soll sich die Lage entspannen, denn die Stadt plant unter vorbehaltlicher Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung eine umfangreiche Ausweitung des Anwohnerparkens im gesamten Stadtgebiet.

Nach einem Magistratsbeschluss soll eine Gesamtfläche von 110 Hektar, was rund 2500 Stellplätzen entspricht, als Bewohnerparken ausgewiesen werden. Zu den vorhandenen elf Bewohnerparkbezirken mit aktuell rund 6100 Stellplätzen sollen sechs neu dazu kommen – darunter das gesamte Westend. Damit gäbe es nördlich der Bahnlinie ein flächendeckendes Bewohnerparken, da auch das Anwohnerparken im Mathildenviertel erweitert werden soll. Im südlichen Offenbach würde der Bereich des Sana-Klinikums und das Senefelderquartier dazukommen. Im Osten der Stadt zwei kleinere Bezirke im Bereich der Oberen Grenzstraße und des Lämmerspieler Wegs.

Straßenraum neu ordnen

„Es war eine aufwendige Festlegung“, berichtet Horst-Ingo Kupfer, Referatsleiter im Bereich Verkehrsplanung. Um eine Bewohnerparkzone einzurichten, musste nachgewiesen werden, dass dort besonders viele Ortsfremde lange parken. Die letzte Änderung habe es 2007 gegeben. Seit 2017 haben die Verkehrsplaner:innen untersucht: Welche Autos parken dort? Wie lange parken sie? „Im Sinne der Mobilitätswende ist es nötig, den Straßenraum neu zu ordnen“, erklärt Kupfer. Es gehe unter anderem darum, die Parkraumsuche zu vermeiden und so den Ausstoß von Abgasen zu vermeiden.

Die Bezirke sollen nach dem sogenannten Mischprinzip geregelt werden. Das heißt, rund 70 Prozent der Straßen werden als Anwohnerparken ausgewiesen, die restlichen 30 Prozent bleiben ohne Reglementierung. Von Montag bis Samstag zwischen 7 bis 20 Uhr dürfen Besucher:innen künftig nur zwei Stunden parken. „Es kann aber lokal zu leichten Unterschieden kommen“, sagt Kupfer.

Berufspendler:innen empfahl er, auf den ÖPNV oder auf das Rad umzusteigen. Weiß verwies auf die Möglichkeit auch Stellplätze in Parkhäusern anzumieten. „Der Schwerpunkt liegt auf den Anwohnern“, erklärte der Stadtrat und verwies auch noch einmal auf die gestiegenen Auto-Zahlen von 51 000 auf 57 000 von 2007 bis 2017. Wahrscheinlich dürfte die Zahl mittlerweile auch nochmal höher sein.

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