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Endlich geht es am Hafen weiter. Doch Stadt und Land sollten es nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben, was mit dem Areal am Isenburger Schloss geschieht. Unser Kommentar.

Endlich, mit dem Neubau der Hochschule für Gestaltung am Hafen geht es weiter. Viel zu lange schien das Land nicht interessiert, den Neubau der Hochschule ebenso wie den des Polizeipräsidiums ernsthaft zu verfolgen. Ein Termin nach dem anderen verstrich, ohne dass etwas geschah. Während auf dem Buchhügel inzwischen längst die Bagger rollen und das neue Polizeipräsidium entsteht, ist im Hafen nun wenigstens das Grundstück für den künftigen Campus an das Land verkauft worden.

Es war sicher klug, den Verkauf von der Frage um die Zukunft des bisherigen Hochschulareals zu trennen. Ein weiterer jahrelanger Stillstand, während rings im Hafen ein Gebäude nach dem anderen fertiggestellt wird, wäre allerdings auch nicht vermittelbar gewesen.

Dass nun aber die Vertreter der Stadt und des Landes in schöner Gemeinsamkeit betonen, es bestehe kein Zeitdruck für ein Konzept für das bisherige Areal am Isenburger Schloss, gibt zu denken. Sicher, der Umzug an den Hafen steht frühestens 2024 an, doch ist diese Zeitspanne kein Freibrief für Bummelei. Stadt und Land sollten es nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben, was mit dem Areal am Isenburger Schloss geschieht. Zeit für Überlegungen war in den vergangenen zwölf Jahren schließlich genug. Ein Schicksal wie das des Alten Polizeipräsidiums Frankfurt oder des Hauses der Industriekultur in Darmstadt mit jahrelangem Stillstand und Verfall darf das Areal am Schloss nicht erdulden. Stillstand gab es bereits viel zu lange.

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