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Betreuungsplätze sind ein rares Gut, vor allem bei unter Dreijährigen.
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Betreuungsplätze sind ein rares Gut, vor allem bei unter Dreijährigen.

U3-Betreuung

Noch nicht genug Kita-Plätze

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Die Stadt Offenbach legt einen neuen Datenbericht Bildung vor. Schulen können ihre Leistungen vergleichen. Während es fast genug Kindergartenplätze gibt, sieht es bei den unter Dreijährigen düster aus.

Ende 2011 gibt es so viele Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, dass die gesetzliche Vorgabe zu 81 Prozent gedeckt ist. Um aber – wie von der Bundesregierung vorgeschrieben – Plätze für 35 Prozent der Kleinkinder anzubieten, hat die Stadt noch eine hohe Hürde zu nehmen. Es müssten noch 243 Plätze entstehen.

Bei den Kindergartenplätzen ist die vollständige Abdeckung fast geschafft. 2011 sind 4090 Plätze in der Stadt verfügbar. Das bedeutet, dass 93 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren die Kita besuchen können. Um 100 Prozent zu erreichen, müsste die Stadt noch 303 Plätze einrichten, vor allem im Südosten, wo es nur für 77 Prozent der Kinder einen Platz gibt. Diese Angaben stammen aus dem Datenbericht Bildung 2012, den Felicitas von Küchler und Simone Mazari vom Projekt „Lernen vor Ort“ erstmals zusammengestellt haben. Das Projekt ist an der Volkshochschule angesiedelt. Anders als der Erziehungs- und Bildungsbericht enthält der Datenbericht Bildung Informationen zum gesamten Lebenslauf, von der frühkindlichen Bildung bis zur Weiterbildung, und er ist deutlich schlanker, enthält weniger Text. Der seit Jahren herausgegebene Erziehungs- und Bildungsbericht und der Datenbericht Bildung erscheinen künftig alle zwei Jahre im Wechsel.

Anlass zur Selbstreflexion

Für den Leitenden Schulamtsdirektor Volker Stürzer sind die Daten eine wichtige Grundlage für die Verbesserung der Bildungslandschaft; die Stadt lobt er daher ausdrücklich für die Aufarbeitung. „Diese Gedanken über Daten macht man sich woanders nicht“, sagt er. Die Schulen hätten erstmals Informationen, um sich mit anderen Schulen zu vergleichen, da soziale Indikatoren der Stadtviertel und Leistungsergebnisse wie Abbrecherquoten vorlägen. Das helfe, die großen Herausforderungen anzugehen.

50 Prozent der Offenbacher Kinder haben einen Migrationshintergrund, in den Grundschulen sind es sogar 62 Prozent. An den Haupt- und Gesamtschulen sind Jungen mit Migrationshintergrund überrepräsentiert. Dennoch besuchten 40 Prozent der Kinder mit ausländischen Wurzeln das Gymnasium, aber mehr Mädchen als Jungen. „Die Schulen sind manchmal mit den eigenen Ergebnissen nicht zufrieden und diskutieren im Kollegium. Die Daten sind Anlass zur Selbstreflexion“, so die Erfahrungen von Küchler. Zu den Informationen über das Bildungsverhalten der Erwachsenen zählt, dass sie vermehrt Einzelveranstaltungen der Volkshochschule und weniger Kurse wahrnehmen. Bei den Bibliotheken ist aus den Daten ebenfalls ein Trend abzulesen: Die Zahl der Entleihungen aus der Stadtbibliothek steigt (2011: 454.000; 2010: 438.000), während die Zahl der Besucher paradoxerweise sinkt: von 282.000 auf 275.000.

Bei den Betreuungsplätzen für unter Dreijährige dürfte sich wohl bald die Messlatte erhöhen. Wie Jugendamtsleiter Hermann Dorenburg sagt, gelten für Großstädte wohl bald 45 Prozent Bedarf. Ob der gedeckt werden kann, steht dann im nächsten Datenbericht Bildung.

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