Offenbach

Nisthilfe für Mauersegler

  • Lara Feder
    vonLara Feder
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Die GBO hat Kästen an einer Fassade in der Kirchgasse angebracht. Hier können die Vögel im Sommer ihre Brut aufziehen.

Die Offenbacher Mauersegler sind derzeit in Afrika unterwegs. An ihrem Sommersitz rund um Glocken- und Kirchgasse laufen schon die Vorbereitungen für ihre Rückkehr.

Die Gemeinnützige Baugesellschaft (GBO) hat in Absprache mit den Eigentümern bei einer Fassadenrenovierung in der Kirchgasse drei Brutkästen für Mauersegler aufhängen lassen. Denn die Vögel fliegen die Straßenzüge in der Nähe des Büsingparks für die Brut und Aufzucht der Jungen an. Die genaue Stelle für die neuen Nistkästen wurde mit dem städtischen Umweltamt abgestimmt. Denn es galt, einem potenziellen „Nachbarschaftskonflikt“ vorzubeugen: Weder sollte das Geschrei der hungrigen Brut die Mieter stören noch die regulären Bewohner die temporären Untermieter bei der Brutpflege.

„Anders als bei den Mehlschwalben muss man bei Mauerseglern nicht mal ein Brett unter den Nistplatz hängen“, erklärt Lothar Biesert, Hobbyvogelkundler sowie Bewohner und Verwaltungsbeirat des Hauses mit den neuen Nistkästen. Sie seien ohnehin nur für wenige Wochen ein Hausgenosse, da sie nur von etwa Ende April bis Anfang Juli in hiesigen Gefilden ihre Jungen großziehen, so Ingolf Grabow, Frankfurter Fachmann für Mauersegler. Dann fliegen sie weiter nach Afrika: von Offenbach beispielsweise nach Mosambik rund 8700 Kilometer.

In Abstimmung mit dem Umweltamt will die GBO künftig generell bei Fassadensanierungen eigener oder von ihr verwalteter Liegenschaften darauf achten, ob es möglich ist, dort auch Bruthilfen anzubringen, teilt die Stadt mit. 

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