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Bald hat er hier wohl Vorrang: Radler in der Taunusstraße.
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Bald hat er hier wohl Vorrang: Radler in der Taunusstraße.

Fahrradrouten in Offenbach

Nebeneinander durch die Straßen radeln

  • Fabian Scheuermann
    VonFabian Scheuermann
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Ein Netz an Fahrradrouten soll die Stadt durchziehen und auch mit Neu-Isenburg und Obertshausen verbinden.

Ein rot eingefärbter kleiner Boulevard, auf dem in beide Richtungen nebeneinander geradelt werden kann – so etwas wird es in Offenbach auf absehbare Zeit nicht geben. Das Bild einer niederländischen Fahrradstraße, das am Donnerstag bei einer Präsentation im Rathaus gezeigt wurde, ist trotzdem nicht deplatziert. Es steht sinnbildlich dafür, dass die Stadt fahrradfreundlicher werden soll; dafür haben die städtischen Planer ein Netz an Fahrradstraßen und Lückenschließungen inklusive Anbindung an Nachbarstädte erdacht.

Geplant sind sechs Radverkehrsachsen, die parallel zu Hauptverkehrsstraßen quer durch die Stadt führen sollen. Sie werden als Fahrradstraßen ausgewiesen. Das heißt: Radler haben dort Vorrang vor dem motorisierten Verkehr und dürfen nebeneinander fahren. Piktogramme auf der Straße und Umgestaltungen an den Kreuzungen machen das deutlich. In Verlängerung der Fahrradstraßen werden außerhalb der Innenstadt teils neue Fahrradwege angelegt oder die Wege so saniert, dass sie gut und durchgängig mit dem Rad befahrbar sind.

Grundlage für die Planung ist ein Beschluss der Stadtverordneten, in dem die Verwaltung aufgefordert wurde, an dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ teilzunehmen und ein Konzept einzureichen. Daran wurde unter Hochdruck gearbeitet. Wenn die Stadtverordneten kommende Woche nun wie zu erwarten den Plänen zustimmen, erhält die Stadt vom Bund 4,5 Millionen Euro. Rund 1,5 Millionen sind selbst zu zahlen. 2018 könnten erste Bauarbeiten starten. Weiteres Geld soll von Neu-Isenburg (300 000 Euro) und Obertshausen (80 000 Euro) kommen. Die Nachbarkommunen werden besser angebunden.

Berufspendler aus diesen Orten sind eine der Hauptzielgruppen, die mit dem Ausbau zum Aufsatteln bewegt werden sollen. Eine zweite Gruppe sind Schüler, von denen laut Stadt derzeit nur 13 Prozent zum Unterricht mit dem Rad fahren. Bei der Routenplanung wurden die Schulen mitbedacht. Als dritte Zielgruppe werden die in der Kreativbranche Beschäftigten genannt. „Es ist wichtig, dass man den Leuten, die man hier haben möchte, auch eine entsprechende Infrastruktur anbietet“, sagt Planer Ulrich Lemke von den Stadtwerken.

Der ADFC war früh eingebunden. Man erhoffe sich von dem Ausbau „eine Motivation für viele Gelegenheitsfahrer, jetzt regelmäßig das Rad dem Auto vorzuziehen“, sagt Detlev Dieckhöfer vom ADFC Offenbach. Das hofft auch die Stadt: Weniger Autoverkehr ist gut für die Luft und beugt einem Verkehrskollaps vor.

„Mit dem Ausbau der Radachsen und der Vorfahrt für Radler in den Fahrradstraßen gibt es keinen Grund, kurze Strecken mit dem Auto zu fahren“, sagt OB Horst Schneider (SPD). Das machen bislang viele. Und der Anteil der Radler liegt in Offenbach noch unter zehn Prozent.

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