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Die Entsorgung von Biomüll in Offenbach wird ab 2020 teurer.

Offenbach

Müllgebühren steigen in Offenbach

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Für die Erhöhung der Müllgebühren in Offenbach gibt es zwei Gründe. Auch Kleingärten fallen künftig unter die Abfallsatzung.

In Offenbach werden mit Beginn des neuen Jahres die Abfallgebühren steigen. Die Erhöhung falle allerdings moderat aus, wie Bürgermeister und zuständiger Dezernent Peter Freier (CDU) sowie Christian Loose, stellvertretender Betriebsleiter des Entsorgungsunternehmens Offenbach (ESO), bei einer Pressekonferenz erklärten. Eine Änderung gibt es auch für Kleingärtner: Sie können künftig nach einer Änderung der städtischen Abfallsatzung zum kostenpflichtigen Aufstellen von Abfallbehältern des Stadtservice verpflichtet werden.

Die Gebührensteigerung falle „vergleichsweise sehr niedrig“ aus, so Freier und Loose. Ein Vier-Personen-Haushalt beispielsweise, der seine 80-Liter-Tonne für den Restabfall und seine 60-Liter-Tonne für den Bioabfall alle zwei Wochen leeren lasse, müsse künftig pro Jahr 222 Euro zahlen, knapp 16 Euro mehr. In einem Haushalt mit zwei Personen, der für Rest- und Biomüll mit einer 60-Liter-Tonne auskomme, seien es pro Jahr Euro 192,50 Euro, also knapp sieben Euro mehr pro Jahr und Kopf.

Für die Erhöhung der Müllgebühren gibt es zwei Gründe: Die Erlöse aus Altpapier sind in den vergangenen Jahren stark gesunken. Gleichzeitig steigen die Verwertungskosten für Bauschutt, Grünschnitt, Sperrmüll oder Bioabfälle, die ESO an die Stadt zahlen muss. Nach gesetzlichen Vorgaben in Hessen müssten die von den Kommunen erhobenen Gebühren kostendeckend sein und würden deshalb jährlich überprüft, sagte der Bürgermeister.

Mehr Service

Freier verwies darauf, dass die Offenbacher für ihre Abfallgebühr mehr Service als die regelmäßige Müllabfuhr bekämen. „In der Gebühr sind zwei kostenlose Sperrmülltermine pro Jahr und Haushalt enthalten“, sagte er. Auch die Bereitstellung von Abfallkörben im öffentlichen Raum seien über die Abfallgebühr gedeckt, ebenso die Anlieferung von wöchentlich bis zu einem Kubikmeter Grünschnitt und Bauschutt und die Entsorgung von Sonderabfällen.

„Zwar steigen die Entsorgungsgebühren sowohl beim Rest- als auch beim Bioabfall. Die Biotonne bleibt aber wesentlich günstiger und die Papiertonne sowie die Gelbe Tonne sind weiterhin kostenlos“, sagte Loose. Dies möge die Offenbacher motivieren, ihren Abfall weiterhin zu trennen.

Neben der Abfallgebührensatzung hat der Magistrat auch die Abfallsatzung angepasst. Danach können Kleingartenbetreiber wie etwa Vereine von 2020 an dazu verpflichtet werden, Abfallbehälter beim Stadtservice zu bestellen und die dafür anfallenden Entsorgungsgebühren auf ihre Mitglieder umzulegen. „Wir haben in der Vergangenheit häufig beobachtet, dass sich nach Wochenenden mit intensiver Nutzung der Kleingärten große Mülltüten an den nahegelegenen öffentlichen Papierkörben angesammelt haben“, sagte Freier. Diese illegale Müllentsorgung verärgere die Bürger und konterkariere die Bemühungen der Stadt nach mehr Sauberkeit. 

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