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Gegenstand derzeitiger Diskussionen: Die Mühlheimer Fähre. 

Der Weg über den Main 

Brücke statt Fähre? 

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Eine Brücke wischen Mühlheim, Maintal und Hanau soll geprüft werden. Sie könnte Radlern und Autofahrern Umwege ersparen.

Ist eine neue Brücke im Osten der Rhein-Main-Region sinnvoll? Wie würde sie sich auf die vorhandenen Verkehrsströme auswirken? Was würde sie kosten? Fragen wie diese soll der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main klären. Der nächste Schritt zu einer neuen Verbindung wäre eine Machbarkeitsstudie. Mobilitätsdezernent Rouven Kötter (SPD) geht im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau davon aus, dass diese Vorprüfungen im nächsten Jahr abgeschlossen sein werden.

Es ist eine neue Idee und sie betrifft viele Akteure. Das zeigt die Liste der Unterzeichner der Absichtserklärung: Die Städte Hanau, Maintal und Mühlheim sind dabei, die wachsenden Landkreise Main-Kinzig und Offenbach, die Landesbehörde Hessen-Mobil. Außerdem der Regionalverband, der die Projektleitung übernehmen wird. Ein spannender Plan mit ungewissem Ausgang, sagt Kötter: „Wir haben ja noch nie eine Brücke gebaut.“

Brücke über den Main könnte kürzere Wege bedeuten

Die Beziehungen zwischen Hanau, Maintal und dem auf der anderen Mainseite gelegenen Mühlheim sind vielfältig. Bislang gibt es Brücken in Hanau-Steinheim und Offenbach. Sowie die Fähre, die nicht zwangsläufig ersetzt werden soll, wie Kötter betont. In einem ersten Schritt sollen die Auswirkungen auf den örtlichen und regionalen Verkehr näher untersucht werden. Ziel sei es, unnötigen Verkehr zu vermeiden, ihn möglichst gleichmäßig zu verteilen. Wege für Radler und Autofahrer sollen kürzer werden.

Nach dieser Vorabprüfung entscheiden die Akteure gemeinsam, ob eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll. Diese untersuche Alternativen und Varianten, ob das Projekt verkehrlich sinnvoll, baulich machbar und wirtschaftlich realisierbar sei, heißt es.

„Eine neue Mainquerung könnte die Region von unnötigem Verkehr entlasten und für viele Menschen kürzere Wege bedeuten“, sagt Kötter. Der Regionalverband sei die richtige Institution für die Prüfung. Er sei neutral, keinen lokalen Interessen verpflichtet, sondern der gesamten Region. Das Projekt passe auch in seinen „Masterplan Mobilität“. Dessen Ziel sei unter anderem, „unnötigen Verkehr zu vermeiden und den notwendigen Verkehr sinnvoll zu gestalten“.

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