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Moschee mit "Afrin"-Schriftzug beschmiert

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Von: Fabian Scheuermann

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Unbekannte schlagen in einer Moschee zwei Scheiben ein und hinterlassen politische Schmierereien. Hintergrund ist offenbar der Konflikt zwischen Türken und Kurden.

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch in der Offenbacher Geleitsstraße zwei Fensterscheiben des türkischen Kulturvereins „Sadik Ahmet“, an den eine Moschee angeschlossen ist, eingeschmissen. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, wurde außerdem „PKK“ und „Afrin“ auf das Gebäude geschrieben.

Das Fachkommissariat des Polizeipräsidiums Südosthessen ermittelt. „Afrin“ ist der Name der kurdischen Region in Nordsyrien, die derzeit von der Türkei angegriffen wird. „PKK“ steht für die in Deutschland verbotene Arbeiterpartei Kurdistans, gegen deren syrische Ableger sich die türkischen Angriffe in Syrien richten.

Der in Offenbach angegriffene Verein steht wohl türkischen Nationalisten nahe – im Eingangsbereich ist das Logo der rechtsextremen Partei MHP zu sehen und das Signum der Grauen Wölfe, zu deren Erzfeinden die PKK gehört.

Bereits im letzten Jahr war die Einrichtung Ziel eines Farbangriffes: Damals war der Schriftzug der kommunistischen Organisation „Tikko“, die von der Bundesregierung als terroristische Vereinigung eingestuft wird, aufgetaucht.

Es ist nicht der einzige solche Vorfall in der Region: In Frankfurt-Höchst waren ebenfalls in der Nacht zum Mittwoch die Schriftzüge „PKK“ und „Rache für Afrin“ auf das Tor einer Moschee des Dachverbands Ditib geschrieben worden. 

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