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Vele Erstklässler mit Migrationshintergrund werden später eingeschult.

Offenbach

Migrantenkinder oft später eingeschult

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Wie steht es um die Chancengleichheit von Kindern mit Migrationshintergrund in Offenbach? Der „Datenbericht Bildung“ zeigt Probleme, aber auch eine positive Entwicklung.

Wie steht es um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen in Offenbach? Darüber gibt der aktuelle „Datenbericht Bildung 2020“ der Stadt Offenbach Auskunft.

Der Bericht vergleicht besonders die Chancen von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund. Die Situation sei „immer noch stark von der Familiensituation der Kinder und Jugendlichen abhängig, was auch der nationale Bildungsbericht regelmäßig in Erinnerung bringt“, sagt der städtische Bildungsdezernent Paul-Gerhard Weiß (FDP).

Handlungsbedarf gibt es laut Stadt unter anderem bei der rechtzeitigen Einschulung von Kindern - laut Bericht wurde im vergangenen Schuljahr fast jeder fünfte Erstklässler mit Migrationshintergrund verspätet eingeschult, aber nur etwa jedes zehnte Kind ohne Migrationshintergrund. Auch bei den Abiturient:innen gibt es ein deutliches Gefälle. Während bei Jugendlichen ohne Migrationshintergrund fast jeder und jede zweite die Schule mit dem Abitur abschließen konnte, lag die Quote bei Migrantenkindern bei nur 26,2 Prozent. Diese Verhältnis hat sich laut Statistik innerhalb von vier Jahren kaum verändert.

6,3 Prozent ohne Abschluss

Schulabgänger:innen ohne Abschluss gab es 2019 6,3 Prozent. 23,2 Prozent schlossen mit einem Hauptschulabschluss ab, 37,3 Prozent (der größte Teil) mit der mittleren Reife. Eine Entwicklung hin zu mehr Gleichheit sehen die Autor:innen bei Fünftklässlern, die ein Gymnasium besuchen. 2018/19 besuchten 39 Prozent der Fünftklässler mit Migrationshintergrund ein Gymnasium, vier Jahre zuvor waren es noch rund 34 Prozent. Das lässt hoffen, dass die Kluft bei künftigen Abiturient:innen geringer sein wird. Insgesamt entspricht der Anteil der Jugendlichen mit Abitur in Offenbach etwa dem deutschlandweiten Durchschnitt. Die Federführung für den Bildungsbericht liegt bei der VHS-Fachstelle Bildungskoordinierung und Beratung. Sie wird durch die Fachgruppe Bildungsmonitoring unterstützt, in der neben der Volkshochschule das Amt für Arbeitsförderung, Statistik und Integration, das Jugendamt, die Stadtbibliothek, und das Stadtschulamt beteiligt sind.

Den Datenbericht Bildung 2020 gibt es unter offenbach.de/bildungsdaten.

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