Offenbach

Masken für Behinderte

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Werkstätten Hainbachtal bitten um Spenden, weil sie täglich mehr als 1000 Mund-Nasen-Schutzbedeckungen benötigen.

Bis zu 750 Menschen werden täglich an den Standorten der Werkstätten Hainbachtal betreut. Trotz der Coronavirus-Pandemie kann die Betreuungseinrichtung für geistig und körperlich Behinderte sowie psychisch Kranke den Betrieb aufrechterhalten. „Die Menschen kommen zu uns und arbeiten, andere werden nur betreut“, berichtet Dagmar Münch, Assistentin der Geschäftsleitung. Dafür müssen alle, auch die rund 250 Mitarbeiter, mit Masken ausgestattet werden. „Das verschlingt Unsummen“, sagt Münch.

Deshalb hat sie eine Crowdfundingaktion auf dem Portal startnext.com in die Wee geleitet, um Spenden zu sammeln. „Aktuell sind 780 Euro zusammengekommen, das ist schon mal ein kleiner Erfolg“, findet Münch. Als Ziel hat sie bis zum 4. Dezember 5000 Euro angegeben. Über mehr würden sich die Werkstätten selbstverständlich auch freuen. „Wir haben unsere Kunden angeschrieben und über die sozialen Netzwerke geworben.“

Verwendet werden in den Einrichtungen die Einmal-OP-Masken, die rund 30 Cent pro Stück kosten. „Gerade Gruppenleiter müssen die Maske öfter am Tag wechseln“, sagt Münch. Rund 1200 Mund-Nasen-Bedeckungen werden daher täglich gebraucht. Es seien auch viele sogenannter Communitymasken gespendet worden, aber „die sind sehr unhandlich für unsere Leute, da die meisten sie nicht binden können“.

Die Werkstätten Hainbachtal haben zur Sicherheit der Mitarbeiter ein Schichtsystem eingeführt. Normalerweise arbeiten 30 Leute in einem Gruppenraum, derzeit sind es nur 15. „Jetzt kommt eine Woche die eine und in der nächsten Woche die andere Gruppe“, sagt Münch. Während des ersten Lockdowns, als die Einrichtungen von März bis Juni geschlossen hatten, sei es für die behinderten und kranken Menschen sowie ihre Angehörigen sehr schwer gewesen. „Irgendwann sind die Eltern, die ihre Kinder oder Verwandten zu Hause betreut haben, an ihre Grenzen gekommen“, berichtet Münch. Jetzt sei es den Umständen entsprechend optimal gelöst. Mit genügend Geld für neue Masken wäre es sogar noch ein Stückcken leichter.

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