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Kinder aus der Kita Bieber geben Eric Hoffmann Spielzeug-Spenden mit auf den Weg.
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Kinder aus der Kita Bieber geben Eric Hoffmann Spielzeug-Spenden mit auf den Weg.

Rallye Allgäu - Orient

Die Letzten aus Offenbach

Siegerpodest gibt es keins. Der Weg ist das Ziel bei der Rallye aus dem Allgäu in den Orient. Entlang der Strecke müssen die Fahrer lauter karitative Aufgaben erledigen. Und am Ziel in Jordanien verkaufen sie ihre wagen für einen guten Zweck. Drei Offenbacher sind mit von der Partie.

Von Monica Bielesch

Eine Uhr mit einem Delfin-Bild, Spielzeugautos, Kuscheltiere, Bilderbücher und Bälle haben die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte Bieber gesammelt. In zwei großen Umzugskisten gehen die Sachen heute mit an den Start der Allgäu-Orient-Rallye. Eric Hoffmann, gebürtiger Offenbacher und heute in der Schweiz lebend, hat die Spenden aus der Bärchen- und Micky-Maus-Gruppe entgegen genommen. Er gehört zu einem sechsköpfigen Team, das am Samstag mit rund 100 anderen Gruppen von Oberstaufen aus startet.

Diese Rallye soll eine der größten der Welt sein. Hier werden Spaß und Wohltätigkeit kombiniert: Die im Allgäu gestartete Fahrt führt – so es die politischen Verhältnisse zulassen – nach Jordanien, die Strecke muss unter anderem ohne Navigationsgeräte oder GPS und mit Autos bewältigt werden, die älter als 20 Jahre alt sind. Autobahnen sind tabu. Unterwegs müssen die Teams Aufgaben bewältigen – etwa, die Spielsachen aus Offenbach bei einem Kindergarten in Bulgarien abzuliefern.

In Istanbul einen Baum pflanzen

Eric Hoffmann nahm die Spenden an der Evangelischen Kirche in Bieber gemeinsam mit seinem Bruder Heiko und seinem Teamkollegen Markus Chlupacek entgegen. Mit drei weiteren Freunden und drei Autos machen sie sich ab Samstag von Oberstaufen im Allgäu auf den Weg nach Amman in Jordanien. „Mein Bruder und ich wollten schon immer an dieser Rallye teilnehmen“, erzählt Hoffmann über die Motivation. In drei Wochen wollen sie knapp 6500 Kilometer zurücklegen.

Die Offenbacher haben ihrem Team den etwa ambitionslosen Namen „Die Letzten“ gegeben. „Unser erstes Ziel ist Istanbul“, berichtet Heiko Hoffmann. In einem Park der türkischen Stadt werden sie einen Ginkgo-Baum pflanzen, der von Anne Kranz gespendet wurde. Sie arbeitet im Kirchenvorstand der Bieberer Gemeinde und kennt Eric Hoffmann seit rund zwölf Jahren. Damals absolvierte der heute 33-Jährige seinen Zivildienst in der Gemeinde. „Er hat in der Seniorenarbeit geholfen und den Bus gefahren“, erinnert sich Pfarrerin Angelika Meder.

Keine Angst vorm Nahen Osten

Die nächsten drei Wochen wird Hoffmann einen Allradwagen fahren. Dabei geht es bei der Rallye nicht um Schnelligkeit, sondern vor allem um die Erfüllung der verschiedenen Aufgaben. „Am Ende sollen wir auch ein Lied trällern“, erzählt Markus Chlupacek lachend. Der Offenbacher Medienwirt verspricht sich eine Menge Spaß und sieht die Rallye als Abenteuer mit karitativen Nebeneffekten. Angst oder Unbehagen wegen der Strecke durch den Nahen Osten hat keiner der drei. „Wenn es danach ginge, wo mögliche Gefahren lauern, dürfte man gar nichts mehr machen“, gibt sich Hoffmann entspannt.

Bedenken hat er eher wegen der Technik. „Zum Glück ist einer von uns KFZ-Techniker, aber die Autos sind eben alt.“ Hoffmann ist einer der drei Geschäftsführer der Offenbacher Firma Sensory-Minds, die gleichzeitig als Sponsor des Teams „Die Letzten“ auftritt. „Es geht uns auch um den interkulturellen Austausch“, betont Heiko Hoffmann. Am 18. Mai ist das Abenteuer beendet und sie fliegen von Amman wieder nach Hause. Denn die Autos werden in Jordanien verkauft und der Erlös gespendet.

www.allgaeu-orient.de

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