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Die Jugendfarm ist umgezogen, der Bauplatz frei.
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Die Jugendfarm ist umgezogen, der Bauplatz frei.

Neues Polizeipräsidium

Land will nachverhandeln

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Der Neubau des Polizeipräsidiums Südosthessen auf dem Buchhügel verzögert sich.

Eigentlich sollte die europaweite Ausschreibung für den Neubau des Offenbacher Polizeipräsidiums schon laufen. Doch an Gespräche mit potenziellen Investoren ist noch lange nicht zu denken – stattdessen laufen noch immer die Verhandlungen zwischen der Stadt als Eigentümerin des Grundstücks am vorgesehenen Standort Buchhügel und dem Land als Bauherrn.

Worüber genau verhandelt wird, wollen beide Seiten mit Hinweis auf die laufenden Gespräche nicht so recht herausrücken. Über „verschiedene Details“ gelte es noch zu verhandeln, sagt Renate Gunzenhauser vom Hessischen Immobilienmanagement. Geld und Baurecht würden eine Rolle spielen, die Gespräche verliefen in sachlich-konstruktiver Atmosphäre. Es sei ganz schwer zu sagen, wie lange sich das noch hinziehen werde. Wann die Ausschreibung erfolge und die 750 Beamten in das Gebäude einziehen können, ist erst recht nicht absehbar. „Dazu können wir erst verlässlich etwas sagen, wenn die Angebote vorliegen.“

Auch bei der OPG, die zuständige Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft, will man nichts über die Gesprächsinhalte sagen. „Wir haben unsere Schuld erbracht und das Grundstück auf dem Buchhügel fristgerecht freigeräumt“, sagt Christine Wüst. Jetzt sehe das Land Nachverhandlungsbedarf. „Der Kaufpreis ist aus unserer Sicht nicht verhandelbar“, betont Wüst, dieser sei von einem gemeinsamen Gutachter festgelegt worden.

Die Sprecherin der OPG betont, dass es eine gute Gesprächsbasis gibt. Zwar könnte das Land vom Kaufoptionsvertrag zurücktreten, bestätigt sie. Dies würde aber für den Vertragspartner teuer: 2,5 bis drei Millionen Euro müssten dann der Stadt für die Freiräumung des Geländes erstattet werden. Auf dem Grundstück war unter anderem die Kinder- und Jugendfarm untergebracht.

Offenbach als Standort selbst stelle das Land in den Verhandlungen nicht in Frage, sagt Wüst. „Es wird kein Druck ausgeübt, dass woanders gebaut wird – wir reden darüber, die Konzeption so abzuwickeln, wie das mal geplant war“.

173,5 Millionen Euro hat das Land für den Bau eingeplant – vorsorglich, wie Renate Gunzenhauser vom Immobilienmanagement betont, da das Gebäude ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft werden soll. In diesem Fall müsste das Land nichts investieren und nur Mietkosten zahlen.

Das Polizeipräsidium Südosthessen wurde 2001 aus dem Polizeipräsidium Offenbach und der Polizeidirektion Hanau gebildet. Geplant ist, auf dem Buchhügel die einzelnen Standorte in einem Neubau zu konzentrieren. Um genügend Fläche bieten zu können, wurde 2012 die dort ansässige Kinder- und Jugendfarm um 500 Meter verlegt. Bisher sind beispielsweise die Dienststellen der Kriminaldirektion auf sieben Standorte verteilt. Am Buchhügel soll Platz für rund 750 Mitarbeiter „in einem motivierenden Arbeitsumfeld entstehen“, wie es in der Projektbeschreibung des hessischen Finanzministeriums heißt.

Das Land erhofft sich von dem Neubau Einsparungen, da bisher genutzte Mietobjekte aufgegeben werden, und Verkaufserlöse für die landeseigenen Gebäude. Außerdem sollen in dem Neubau neueste polizeiliche Techniken und Standards umgesetzt werden.

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