Offenbach

Lärmschutz am Bahndamm

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Der Magistrat beschließt, welche Schutzwände die Deutsche Bahn in Offenbach errichten sollte. Im Bereich Bahnbrücke an der Waldstraße ist laut STadtplanung nur passiver Lärmschutz sinnvoll.

Auf dem Weg zur Lärmsanierung entlang des Offenbacher Bahndamms ist ein weiterer Schritt erfolgt. Laut einer Pressemeldung der Stadt vom Dienstag hat sich der Magistrat am Donnerstag der vergangenen Woche für eine Liste von Vorgaben ausgesprochen, die die Deutsche Bahn bei ihren Planungen entlang der Bahnstrecke Frankfurt-Hanau berücksichtigen soll. Die Stadtverordneten müssen den Vorgaben für das Teilstück durch Offenbach noch zustimmen.

Eine Arbeitsgruppe hatte die Vorgaben für Offenbach zusammen mit dem Stadtplanungsamt erstellt. Eingeflossen seien auch die Wünsche und Hinweise, die Anwohner der Verwaltung noch im vergangenen Jahr bei einer Bürgerversammlung mit auf den Weg gegeben hatten.

Das Stadtplanungsamt hat die Bahnstrecke in Abschnitte unterteilt, weil die Art des Schallschutzes auch davon anhängig ist, ob sich an einer Stelle der Strecke beispielsweise denkmalgeschützte Gebäude befinden, und welche Bedürfnisse die Anwohner haben.

Die Vorgaben aus Offenbach sehen im westlichsten Teil der Bahnstrecke eine Lärmschutzwand von drei Metern Höhe vor. Ab Anlagenring bis zur Bahnbrücke an der Waldstraße sollen die Wände zwei Meter hoch und transparent sein. Dann blieben die Sichtachsen bestehen und der Lärmschutz für die Leibnizschule sei gewährleistet. Am Hauptbahnhof sollen zwei Meter hohe, transparente Module stehen. An der Bahnbrücke an der Waldstraße sei keine Lärmschutzwand vorgesehen. Wegen des Straßenlärms sei dort passiver Lärmschutz sinnvoller: Die Deutsche Bahn fördert den Einbau von Schallschutzfenstern mit 75 Prozent.

Östlich der Waldstraße soll es drei Meter hohe Wände geben. Und ganz im Osten Offenbachs, im Bereich Tempelsee-/Karlstraße, Bach-/Kurze Straße und Bieberer Straße soll es zwei Meter hohe Wände mit transparenten Modulen geben. Bis zur Umsetzung ist es noch ein weiter Weg. Ende 2021 könnte Baustart sein, „bei günstigem Verlauf“, sagt Projektleiter Christian Homburg vom Stadtplanungsamt. bil

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