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Die Kunst des Fliegens

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Bouffier überrascht in der Lärmdebatte

Ministerpräsident Volker Bouffier hat jetzt auf Briefe von Bürgern reagiert, die ihn aufforderten, sich mit dem Land Hessen an der Bundesratsinitiative von Rheinland-Pfalz bezüglich einer Fluglärmreduzierung zu beteiligen. Dabei soll den Bürgern unter anderem mehr Transparenz und Mitspracherecht bei der Verteilung der Flugrouten zugestanden werden. Das Bündnis der Bürgerinitiativen, dem auch die Offenbacher BIL angehörte hatte schon zuvor die geforderten Gesetzesänderungen als nicht ausreichend kritisiert. Da aber Gesetze nur in größeren zeitlichen Abständen verändert werden, befürchtet sie, dass eine wirksame Verbesserung der Gesetzeslage mit der unzureichenden Variante auf Dauer eher blockiert werde.

Unterdessen haben erste Offenbacher Bürger von Volker Bouffier ein Antwortschreiben erhalten. Hessen, heißt es darin, könne sich den Forderungen von Rheinland-Pfalz nicht uneingeschränkt anschließen. Im Bemühen um eine Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung vor Fluglärm werde sich die Landesregierung als Kompromiss der Bundesratsinitiative anschließen, so weit es um die künftige Transparenz bei der Flugroutenplanung geht. Außerdem auch hinsichtlich der Reduzierung des durch Kunstflieger verursachten Fluglärms.

Für die Offenbacher BIL kritisiert Michaela Haas, der Ministerpräsident zeige, dass er es weiter nicht für nötig halte, den Fluglärmbelasteten der Region auch nur den kleinsten Finger zur reichen. Da bezüglich des Frankfurter Flughafens bereits feststehe, wo die Flugrouten liegen, sei ein Mehr an Transparenz bei deren Festlegung irrelevant, die Kunstflieger über Offenbach stellten das geringere Problem dar. (sia.)

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