Finanzielles

Kritik an Sparkasse in Offenbach

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Der Rechnungshof bemängelt eine fehlende Gewinnausschüttung. Allerdings hätte diese nur einen marginalen Einfluss auf die umstrittene Anhebung der Grundsteuer B gehabt.

Lob für Hanau, Tadel für Offenbach: Der Landesrechnungshof hat die fehlende Gewinnausschüttung der Sparkassen für finanziell klamme Trägerkommunen bemängelt, auch die Offenbacher Sparkasse wurde gerügt. Während die Sparkasse Hanau rund sechs Millionen Euro zur Verhinderung einer Grundsteueranhebung gezahlt habe, sei in Offenbach nichts Vergleichbares geschehen.

Auf Nachfrage der FR teilen Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) und Bürgermeister Peter Freier (CDU) mit, dass es allein dem Verwaltungsrat der Sparkasse obliege, über eine Gewinnausschüttung zu entscheiden. Die Stadt könne dies nicht anordnen. Schwenke und Freier sind Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Offenbacher Sparkasse. Grundsätzlich stehe das Gremium einer Ausschüttung aber positiv gegenüber, schreiben sie. In den vergangenen Jahren sei eine Ausschüttung nicht erfolgt, da man die Sparkasse stärken wollte. „Diskussionen wie aktuell bei der NordLB, aber auch bei Deutscher Bank und Commerzbank wollen wir für unsere Sparkasse weiterhin vermeiden. Deshalb haben wir uns bei der Bewertung von Risikotragfähigkeit für den eigenkapitalintensiven, aber wirtschaftlich richtigen Going-Concern-Ansatz entschieden“, heißt es.

Allerdings hätte eine Gewinnausschüttung nur einen marginalen Einfluss auf die umstrittene Anhebung der Grundsteuer B gehabt, räumt auch der Rechnungshof ein.  

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