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Die Offenbacher Jusos fordern wegen der Corona-Pandemie weitergehende Maßnahmen an den Schulen.

Offenbach

Kritik an vollen Klassen

  • Jonas Nonnenmann
    vonJonas Nonnenmann
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Die Jusos in Offenbach unterstützen einen offenen Brief der Theodor-Heuss-Schüler und fordern eine Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen.

Die Offenbacher Jusos fordern wegen der Corona-Pandemie weitergehende Maßnahmen an den Schulen. Wie die SPD-Jugendorganisation mitteilt, unterstützt sie einen offenen Brief von Schülerinnen und Schülern der Theodor-Heuss-Schule, die sich vor einer Ansteckung mit Covid-19 fürchten und kleinere Klassen fordern.

„Wir solidarisieren uns mit den Schüler:innen und fordern ebenfalls bessere Maßnahmen an Schulen“, sagt die ehemalige Stadtschulsprecherin und Juso-Vorsitzende, Hibba Kauser.

Während sonst 1,50 Meter Abstand eingehalten werden müsste, werde Schüler:innen und Lehrkräften zugemutet, sich mit Menschen aus teilweise mehr als 30 Haushalten aufzuhalten. Kauser arbeitet neben ihrem Studium selbst an zwei Grundschulen. „Es sind zu viele Menschen für zu viele Stunden auf engem Raum“, sagt sie. Die Landtagsabgeordnete Nadine Gersberg (SPD) sieht die schwarz-grüne Landesregierung in der Verantwortung.

Die mache ein Wechselmodell an Schulen unmöglich, kritisiert Gersberg in einer Mitteilung. Eigentlich sei vom Kultusministerium festgelegt worden, dass die Städte selbst entscheiden könnten, ab wann die so genannte Corona-Eskalationsstufe Stufe 3 greife, die es ermögliche, Klassen zu halbieren und zeitversetzt zu unterrichten. Der stellvertretende Ministerpräsident Tarek Al-Wazir (Grüne) habe allerdings festgelegt, dass in ganz Hessen Stufe 2 angewendet werden müsse. Diese Entscheidung „entbehrt jeder Vernunft“, befindet Gersberg und fordert die Landesregierung auf, der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts zu folgen und das Wechselmodell ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu ermöglichen.

Laut Fabian El-Cheikh, Sprecher der Stadt Offenbach, laufen Gespräche der hessischen Städte und Gemeinden mit der Landesregierung, dabei gehe es auch um Corona-Maßnahmen an Schulen. Vieles spricht laut El-Cheikh für eine einheitliche Regelung auf Landes-oder Bundesebene. Wenn etwa in Offenbach Schulklassen halbiert würden und in Frankfurt trotz ähnlicher Corona-Zahlen nicht, dann sei das für Eltern schwer nachvollziehbar. Generell sei es dem Magistrat wichtig, eine „schnelle und effektive“ Kontaktverfolgung zu gewährleisten.

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