Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Häuser in Langen: Die Grundsteuer B ist im Kreis Offenbach ganz unterschiedlich hoch.
+
Häuser in Langen: Die Grundsteuer B ist im Kreis Offenbach ganz unterschiedlich hoch.

Steuerzahlerbund

Kreis Offenbach: Corona reißt Löcher in die Gemeindekassen

  • Andreas Hartmann
    VonAndreas Hartmann
    schließen

Der Bund der Steuerzahler schlägt Alarm: Acht Kommunen im Kreis Offenbach müssen für ihren Jahresabschluss auf Rücklagen zugreifen - und mehrere Städte haben wohl auch deshalb schon die Grundsteuer erhöht.

Was die Corona-Pandemie für Städte und Gemeinden bedeutet. lässt die jährliche Kommunalfinanzanalyse des Bundes der Steuerzahler (BdSt) Hessen, der sich auch den Kreis Offenbach genau angesehen hat, befürchten. 2021 habe es hier mehr und zum Teil massive Erhöhungen bei der Grundsteuer B als noch im Vorjahr gegeben, so der BdSt. Vier Kommunen hätten diese Steuern erhöht, 2020 waren es demnach nur zwei.

Nur vier Städte und Gemeinden kommen ohne Defizit aus, die übrigen acht wollen es im Jahresabschluss durch die Entnahme aus Rücklagen ausgleichen, so der BdSt. Dietzenbach plant mit einem Defizit für 2021, das nicht mit Rücklagen kompensiert werden kann. „Aktuell zeigt sich, wie wichtig es ist, dass Städte und Gemeinden in guten Zeiten ihre Finanzen auf gesunde Füße stellen. Nur so können sie Krisen ohne massive Einschnitte verkraften“, sagt Jochen Kilp, Kommunalexperte des hessischen Steuerzahlerbunds.

Bei der Grundsteuer B, die auf bebaute oder bebaubare Grundstücke erhoben wird und über die Nebenkosten auch Mieter trifft, gab es die stärkste Erhöhung um 185 Punkte in Langen. Damit gehe die Schere der Hebesätze im Kreis weiter auseinander, kritisiert der BdSt. Langen liegt demnach mit nun 860 Prozent an der Spitze im Kreis, während Neu-Isenburg mit 350 Prozent weiterhin am niedrigsten bleibt. Der durchschnittliche Hebesatz der 13 Kreis-Kommunen stieg deutlich, nämlich um 35 Punkte auf nun 562 Prozent. Dieser Wert liegt laut Steuerzahlerbund deutlich über dem Durchschnitt aller hessischen Städte, der 2020 475 Prozent betrug.

Der Gewerbesteuerhebesatz stieg lediglich in Heusenstamm um 20 Punkte auf nun 380 Prozent. An der Spitze im Kreis liegt auch hier Dietzenbach mit 395 Prozentpunkten. Die geringste Belastung müssen die Gewerbetreibenden in Neu-Isenburg tragen, wo der Hebesatz 345 Prozent beträgt. Der Kreis bleibt mit durchschnittlichen 372 Prozent weiter knapp unter dem hessischen Schnitt von 387 Prozent. aph

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare