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Die momentan 21 Fachabteilungen des Sana-Klinikums sollen weiter Zuwachs erhalten.

Sana-Klinikum

Sana-Klinikum in Offenbach auf Wachstumskurs

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Sana-Klinikum in Offenbach erzielt über 200 Millionen Euro Umsatz.

Vom Problemkind zum Musterschüler: So ähnlich klingt es, wenn Norbert Rillinger, Ärztlicher Direktor des Sana-Klinikums, über die Entwicklung des Offenbacher Krankenhauses spricht. „Wie die Stadt hat das Klinikum sich enorm verändert, wir haben inzwischen einen exzellenten Ruf, was sich besonders in der Personalgewinnung zeigt“, sagt Rillinger.

Auch sonst gebe es knapp sechs Jahre nach der Übernahme des ehemaligen Stadtkrankenhauses durch das Sana-Unternehmen viel Grund zur Freude. So konnte 2018 erstmals ein Umsatz von mehr als 200 Millionen Euro erzielt und auch der Gewinn konnte um rund sieben Prozent gesteigert werden. Und das, obwohl das Klinikum im vergangenen Jahr viel in die Erneuerung der technischen Geräte investiert habe, wie Geschäftsführer Sascha John betont.

Das ehemalige städtische Klinikum wurde am 1. August 2013 von der Sana Kliniken AG übernommen.
Das Krankenhaus verfügt über 21 Fachkliniken mit 50 Spezialgebieten.
1967 Menschen sind beim Klinikum beschäftigt, dazu werden knapp 300 Menschen ausgebildet.
Der Umsatz 2018 beträgt 210,7 Millionen Euro, 2013 betrug er noch 149,4 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr wurde ein Gewinn von 4,37 Millionen Euro erwirtschaftet.
38 828 Patienten wurden im vergangenen Jahr stationär behandelt, 45 996 in der Notaufnahme. Pro Jahr werden rund 16 000 Kinder in der Kindernotaufnahme versorgt. 

So seien für knapp fünf Millionen Euro zwei neue Linearbeschleuniger für die Strahlenklinik angeschafft worden, dazu noch neue Operationsmikroskope und Multifunktionsröntgengeräte, etwa zur Gefäßdarstellung. „Besonders der neue Stereo-Radiographie-Biopsie-Aufsatz für die Onkologie erleichtert die Arbeit“, sagt Rillinger. Damit könne in nur einem Arbeitsschritt entnommenes Gewebe sofort bewertet werden. „Das ist ein großer Fortschritt und erleichtert die Arbeit sehr“, sagt er.

Außerdem habe sich das Klinikum im vergangenen Jahr auf der Leitungsebene verjüngt: Aus Altersgründen mussten sieben Chefarztpositionen neu vergeben werden. Zwei davon konnten mit Frauen besetzt werden; so leiten nun Elke Januschek die Neurochirurgie und Andrea May die Gastroenterologie, Hämatologie und Onkologie.

Überhaupt habe das Klinikum einen Aufgaben- wie Mitarbeiterzuwachs zu verzeichnen, da es in den vergangenen Jahren konsequent vergrößert worden sei. Gab es 2013 noch 16 Fachabteilungen, verfügt das Sana-Klinikum aktuell über 21. „Ab 1. September kommt dann noch die Fachabteilung für Thoraxchirurgie hinzu“, sagt John. Im vergangenen Jahr habe man die Abteilung für Pneumologie gegründet und die Kinderchirurgie erweitert.

Das Ärzte- wie Pflegepersonal wurde nochmals aufgestockt. „Mit rund 300 Auszubildenden sind wir einer der größten Ausbilder der Region, wir spielen mit dem Flughafen in einer Liga“, sagt John. Die Ausbildung am Haus sei das wichtigste Standbein für die Nachwuchsgewinnung, betont Pflegedirektor Nils Dehe. In Absprache mit Offenbacher Schulen konnte in diesem April die neue Ausbildung Krankenpflegehelfer eingerichtet werden, die es auch Schülern mit Hauptschulabschluss erlaubt, in der pflegerischen Versorgung tätig zu werden.

Baulich hat das Klinikum große Pläne, knapp 100 Millionen Euro investiert Sana in den Standort. Im April wurden die neue Verwaltung und ein neuer OP-Bereich eröffnet, nun steht noch der Neubau der Psychiatrie, der Apotheke und des zweiten Parkhauses an. Das alte Bettenhaus aber bleibt, wie bereits berichtet, noch einige Jahre erhalten. Zwar stehen die oberen Stockwerke leer, im unteren Bereich ist aber die Apotheke beheimatet. Erst wenn das neue Gebäude für die Apotheke errichtet und diese umgezogen ist, kann das Bettenhaus abgerissen werden.

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