Offenbach

Kostbare Andenken

Die Stadtkirche zeigt Erinnerungsstücke von Kriegskindern. Viele sagen, sie hätten gar nichts mehr aus dieser Zeit.

Für die Generation, die eine Kindheit im Zweiten Weltkrieg erlebt und durchlitten hat, ist diese Zeit bis heute prägend. Am kommenden Freitag, 13. Januar, eröffnet um 19 Uhr eine Ausstellung in der Offenbacher Stadtkirche, die sich mit den Erlebnissen dieser Kriegskinder beschäftigt und Erinnerungsstücke zeigt. So erzählen etwa ein Puppenkleid und eine Spielzeugkanone Geschichten von einer Kindheit im Krieg.

Der Ausstellungstitel „Ich hab doch nichts mehr“ spielt auf die Antwort an, die viele Menschen dieser Kriegsgeneration geben, wenn sie nach Erinnerungsstücken aus ihrer Kindheit gefragt werden. Das Verlustgefühl sei zuweilen so umfassend, dass erst geduldiges Nachfragen die Erinnerungen zutage fördere, berichten die Organisatoren.

Dann kommen doch Dinge aus der Kindheit zum Vorschein – und mit ihnen die Geschichten. Vierzehn solcher Geschichten werden in der Ausstellung erzählt. So wird das Geschehen des Krieges auch für die heutige Generation fassbarer.

Die Ausstellung wurde von der Bildungsreferentin Britta Laubvogel vom Evangelischen Dekanat Wetterau zusammengestellt. Zu sehen ist sie bis zum 27. Januar montags bis freitags von 12 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr in der Offenbacher Stadtkirche, Herrnstraße 44.

Zur Ausstellung bietet die Evangelische Familienbildung zwei Gesprächsreihen an. Die sechsteilige Gesprächsreihe „Meine Eltern waren Kriegskinder“ beginnt am 7. Februar und ist jeweils dienstags von 17.30 Uhr bis 20.30 Uhr in der Kirchgasse 19. Die Gesprächsreihe „Kindsein im Zweiten Weltkrieg und danach“ beginnt am 21. März und ist an sechs Dienstagen von 15 bis 18 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt jeweils 46,50 Euro. aph

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