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Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister von Offenbach, steht im Stadtverordnetensitzungssaal vor dem Stadtwappen.
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Felix Schwenke und die SPD in Offenbach haben die Kommunalwahl in Offenbach gewonnen. (Archivbild)

Wahlergebnis

Kommunalwahl in Offenbach: Tansania-Koalition ist abgewählt

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Die Offenbacher SPD hat die Kommunalwahl klar gewonnen, größter Verlierer ist die CDU. Eine Ampel-Koalition ist die realistische Option für eine neue Regierung.

Offenbach – Die SPD hat die Kommunalwahl in Offenbach nach dem am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Endergebnis mit 28,4 Prozent klar vor den Grünen (18,1) und der CDU (18,1) gewonnen. Nach dem Auszählen der kumulierten und panaschierten Stimmzettel konnten die Sozialdemokrat:innen sogar gegenüber dem Trendergebnis (26,1) und der Wahl von 2016 (24,8) noch einmal zulegen und werden künftig 20 Mandate haben. Damit ist die Tansania-Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern abgewählt.

„Das ist ein großer Vertrauensvorschuss“, sagt der SPD-Parteichef Christian Grünewald. Er versicherte, die SPD werde in den kommenden Tagen die demokratisch gesinnten Parteien zu Koalitionsgesprächen auf „Augenhöhe und mit Respekt vor der Leistung und der Programmatik der anderen Parteien“, einladen.

Kommunalwahl in Offenbach: CDU ist der große Wahlverlierer

Großer Wahlverlierer ist die CDU, die sechs Prozentpunkte gegenüber der Wahl von 2016 verlor. „Klar scheint zu sein, dass die unausweichliche Erhöhung der Grundsteuer und am Ende wohl auch bundespolitische Themen das Ergebnis herbeiführten“, sagte der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat Roland Walter. „Und bei der SPD hat die Kandidatur des Oberbürgermeisters als Spitzenkandidat das Ergebnis sicher beeinflusst.“

Die Taktik auf Felix Schwenke ist für die SPD aufgegangen. Der OB erhielt mit 27 941 Stimmen die meisten Einzelstimmen. „Natürlich war unser Wahlkampf auf den Spitzenkandidaten zugespitzt und davon haben wir sicher auch profitiert“, erklärt Grünewald. Er sei aber überzeugt, dass die Partei mit einem starken Team und den Themen überzeugen konnten.

Die Grünen konnten zwar drei Sitze, von zehn auf 13, dazugewinnen, haben aber ihr Ziel, stärkste Partei zu werden, klar verfehlt. „Ich glaube nicht, dass es an den Themen oder den Wahlkampf gelegen hat, sondern an dem guten Ergebnis der SPD mit Felix Schwenke als Zugpferd“, sagte Spitzenkandidatin Sybille Schumann.

Kommunalwahl in Offenbach: Alle angetretenen Parteien erhalten mindestens einen Sitz

Die FDP, die von 9,5 Prozent auf 6,2 gestutzt wurde, bot sich für Gespräche mit der SPD an. „Ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei wollen wir verhindern“, teilte die Partei mit. Tatsächlich scheint eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und Liberalen die realistischste Variante, auch wenn SPD-Parteichef Grünewald am Dienstag um Verständnis warb, „zuerst das vertrauliche Gespräch mit den potenziellen Partnern zu suchen.“

Alle zwölf angetretenen Parteien haben mindestens einen Sitz in der 71-Personen großen Stadtverordnetenversammlung erhalten. Die AfD hat gegenüber dem Trendergebnis (9,7 Prozent) und der Wahl vor fünf Jahren (9,0) im tatsächlichen Ergebnis (7,3) ordentlich eingebüßt und wird künftig fünf Mandate stellen. Viertstärkste Kraft wurden die Linken mit 8,7 Prozent. Ebenfalls Fraktionsstatus mit drei Sitzen erlangten die Freien Wähler (4,3 Prozent). Für die Parteien, die weniger Sitze ergattert haben gilt nach einem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom Februar, dass eine Fraktion aus einem Bündnis mindestens vier Mitgliedern bestehen muss. Das Forum Neues Offenbach und die Piraten haben je zwei Sitze. Je ein Mandat gewannen Die Partei, das Bündnis für Innovation (BIG) und Gerechtigkeit sowie Junges Offenbach (JO). (Timur Tinç)

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