Multifunktionshalle am Kaiserlei

Kommentar: Die Posse mit der Halle

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Der Bau der Halle entwickelt sich zur Provinzposse. Auch vorher gab es ständig Missverständnisse und gegenseitige Anschuldigungen. Immer noch droht das Projekt an einer fehlenden Linksabbiegerspur zu scheitern. Ein Witz.

Vielleicht spielen in sechs Jahren die Löwen Frankfurt Eishockey in einer neuen Halle am Kaiserlei. Und weil so eine Arena bekanntlich Kräfte und Sponsorengeld freisetzt, spielen sie gut und werden Meister. Sofern sie dann noch im Amt sind, werden Frankfurts Sportdezernent Markus Frank und Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider auf der Ehrentribüne sitzen und sich dazu beglückwünschen, dass sie im Herbst 2014 alles Nötige getan haben, damit die Halle gebaut werden kann. Möglich ist das. Wahrscheinlich ist es nicht.

Ein neuer Tiefpunkt

Der Bau der Halle entwickelt sich zur Provinzposse. Die peinliche Panne, dass ein von Offenbacher Seite nicht autorisierter und unzutreffender Passus zur Finanzierung vom Römer verbreitet wird, ist nur ein neuer Tiefpunkt. Auch vorher gab es ständig Missverständnisse und gegenseitige Anschuldigungen. Immer noch droht das Projekt an einer fehlenden Linksabbiegerspur zu scheitern. Ein Witz.

Man hat derzeit nicht den Eindruck, dass die Halle wirklich gewollt ist. Die Offenbacher machen ohnehin kein Geheimnis daraus, dass sie sich auf ihrem Stadtgebiet auch etwas anderes vorstellen könnten als eine Arena, die von Frankfurter Mannschaften genutzt wird. Und im Römer munkelt man zwar, dass Investoren Interesse haben könnten. Ross und Reiter will aber keiner nennen. Lieber spielt man mit Offenbach weiter Kasperletheater.

So wie die „Planungen“ (man mag kaum davon sprechen) bislang laufen, ist der Bau der Halle eine Illusion. Sofern das Projekt nicht sehr bald endlich engagiert und professionell betrieben wird, sollte man es beerdigen.

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