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Joggen war gestern. Mit Icaros kann man durchs All düsen und dabei fit werden.

Hammerschick in Offenbach

Joggen war gestern - fit werden per Flugmaschine

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Ein Selbstversuch mit dem neuen Trainingsgerät Icaros beim Outdoorspezialisten Hammerschick. Offenbach ist einer von vier Standorten in Deutschland.

Ein Fitnessgerät, mit dem man fliegen kann. Das klingt doch mal interessant! Und so versuche ich mich in den Räumen des Offenbacher Outdoorspezialisten Hammerschick an Icaros, dem neuen Trainingsgerät.

Maik Hammerschick hat Icaros auf der Messe für die Vergnügungsindustrie in Berlin entdeckt – und war so begeistert, dass er es ein paar Wochen später beim Hersteller in München gekauft hat.

„Flug, Unterwasser oder Weltraum?“ fragt er mich. Ich entscheide mich für den Flug und bekomme eine große Virtual-Reality-Brille auf den Kopf gesetzt. Gespannt besteige ich das Gestell aus weißem Stahl, das sich in alle Richtungen bewegen lässt. „Nicht komplett drauflegen, sondern den Hintern oben lassen“, werde ich instruiert. Erst mal den Mittelpunkt auf der Flugmaschine finden. Ein seltsames Gefühl. Meine Hände umklammern die Griffe. Am rechten Griff ist der Controller für die Geschwindigkeit befestigt. Mit dem Zeigefinger gibt man Gas, mit dem Mittelfinger nimmt man Gas weg, erklärt mir Hammerschick, und wählt auf seinem Handy, das mit dem Bildschirm vor mir verbunden ist, das einfachste Programm „Erkunden“.

Ich starre auf den Bildschirm – und schon fliege ich in der Vogelperspektive an einem virtuellen Berg vorbei. Langsam, ganz gemächlich sehe ich mir von oben die Gebirgslandschaft an, lege mich mit meinem Körper auf dem Stahlgestell in die Kurven, um mal nach rechts und mal nach links zu fliegen. Schließlich versuche ich mich am Gas. Unter mir eine Schlucht. Mit aller Macht drücke ich mein Körpergewicht nach vorne. Im Sturzflug geht es nach unten. „Hoch ziehen“, ruft Hammerschick. Ich bekomme meinen Körper aus der Kopfüber-Haltung nicht schnell genug wieder hoch. Es kommt, was kommen muss: Ich streife einen Bergrücken.

Insgesamt fünf Minuten bin ich im einfachsten Level geflogen – und schwitze am ganzen Körper. Was für ein Training!

Icaros gibt es, so erzählt Maik Hammerschick, bisher nur viermal in ganz Deutschland. Ein 30-Minuten-Flug kostet bei dem Outdoorspezialisten 30 Euro – unabhängig von der Personenzahl. 60 Minuten sind für 45 Euro zu haben.

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