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Jobling Patrick Tusznio mit seinem Mentor Gerald Meyer.
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Jobling Patrick Tusznio mit seinem Mentor Gerald Meyer.

Als Jobling in den Beruf einsteigen

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
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Chance für gering qualifizierte Jugendliche auf eine Ausbildung /Neue Filiale in Offenbach

Die erste Ausbildung musste sie wegen gesundheitlicher Probleme aufgeben, „die zweite habe ich nur gemacht, um etwas zu haben. Es hat aber nicht gepasst“, erzählt Cherelle Wilkes. Mit zwei abgebrochenen Ausbildungen war die junge Frau, die gerne Tischlerin oder Sport- und Fitnesskauffrau werden möchte, schon ein Problem für den regulären Ausbildungsmarkt. Für die Joblinge war sie dagegen die geeignete Kandidatin.

Angesprochen ist damit eine Initiative von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, um meist gering qualifizierte Jugendliche in eine Ausbildung und den Arbeitsmarkt zu integrieren. Vor zwei Jahren in Frankfurt von der Unternehmensberatung Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim-Stiftung gemeinsam mit Partnern gegründet, werden jetzt weitere Filialen installiert. Eine gibt es seit gestern in der Offenbacher Ziegelstraße 8, weitere werden in Wiesbaden und an der Bergstraße folgen.

Denn die Einrichtung hat sich bewährt: 82 Prozent der bisher 200 Joblinge sind inzwischen in einer Ausbildung, erzählt Koordinator Philipp Haines. Die Verträge müssen sich die jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren aber hart erarbeiten, sagte gestern Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) während der Feier zum zweijährigen Bestehen der Joblinge und der Eröffnung der Offenbacher Filiale.

Bevor Bewerber das halbjährige Trainingsprogramm mit individueller Betreuung durch ehrenamtliche Mentoren und intensiven Praxisphasen durchlaufen dürfen, müssen sie sich bewähren. Sei es beim Streichen einer Kita, beim Entfernen von Dornengestrüpp an einer Bundesstraße oder beim Entrümpeln des Speichers einer öffentlichen Einrichtung: Erst wer hier Einsatzbereitschaft und Durchhaltewillen gezeigt hat, wird ein Jobling und erhält über verschiedene Praxisphasen Einblick in unterschiedliche Berufsfelder.

Auch die Energieversorgung Offenbach (EVO) stellt jetzt zwei Stipendien genannte Praxisplätze zur Verfügung. Die Ausbildung habe bei der EVO generell großes Gewicht, sagte Vorstandsvorsitzende Heike Heim gestern während der Feier. Mehr als 50 Auszubildende lernen bei der EVO einen Beruf, „damit sind wir einer der größten Ausbilder der Region.“ Dem Beirat der Frankfurter Joblinge gehört der Energieversorger schon seit zwei Jahren an. Jetzt stellt die EVO neben den beiden Stipendien auch vier Mentoren.

Abteilungsleiter Andreas Hallwachs ist einer von ihnen. „Ich möchte jungen Menschen helfen, erfolgreich im Beruf zu sein,“, sagt er. Etwa drei Stunden wöchentlich erklärt er künftig einer jungen Frau oder einem jungen Mann, worauf es bei der täglichen Arbeit in einem Unternehmen ankommt. „Das ist sehr sinnvoll angelegte Zeit“, findet Hallwachs.

Zur Zeit stemmen acht Hauptamtliche das Programm, sagt Projektleiter Kadim Tas. Zu 70 Prozent wird es vom Hessischen Sozialministerium, den Jobcentern Offenbach und Frankfurt und der Stadt Frankfurt finanziert, 30 Prozent übernehmen die Partnerunternehmen der Wirtschaft.

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