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Das Logo der Firma Manroland in Offenbach an der Mühlheimer Straße (Archivbild).

Manroland in Offenbach

Kurzarbeit für zwölf Monate bei Manroland Sheetfed beantragt

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Die Beschäftigten des Druckmaschinenherstellers Manroland Sheetfed in Offenbach müssen vom 1. Dezember an wieder Kurzarbeit machen. Sie sollen bis zu 13 Tage im Monat zu Hause bleiben.

Für die Beschäftigte des Druckmaschinenherstellers Manroland Sheetfed ist vom 1. Dezember an nach 2015 und 2017 wieder einmal an Kurzarbeit angesagt. Wie die IG Metall-Bevollmächtigte Marita Weber auf Anfrage mitteilte, wurde von der Firma „vorsorglich“ Kurzarbeit für zwölf Monate beantragt.

Die Vereinbarung mit dem Betriebsrat gelte zunächst aber nur für ein halbes Jahr. Laut der Absprache sollen die Mitarbeiter bis zu 13 Tage im Monate zu Hause bleiben. Bei Manroland Offenbach arbeiten Weber zufolge rund 800 Beschäftigte. Ausgenommen von der Kurzarbeit sind die Auszubildenden.

Für jeden Tag, an dem nicht gearbeitet wird, erhalten die Mitarbeiter 60 bis 67 Prozent des Lohns von der Bundesagentur für Arbeit. Weber schätzt, dass die Beschäftigten im Schnitt 80 Prozent ihres Nettolohns erhalten, wenn die Firma den maximalen Zeitrahmen ausnutzt. Manroland-Geschäftsführer Rafael Penuela war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Gewerkschafterin sprach von einer „schwierigen Auftragslage“ des Unternehmens. Mit einem Personalabbau rechne sie aber nicht. „Das sehe ich im Moment nicht“, sagte sie. Schließlich habe die Erfahrung gezeigt, dass der Druckmaschinenbau immer um diese Zeit ein Auftragsloch gehabt habe. Tatsächlich war Kurzarbeit in der Vergangenheit um die Weihnachtszeit herum angekündigt, aber 2015 und 2017 frühzeitig wieder beendet worden.

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