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Offenbach

Hugo-Eberhardt-Weg: Umbenennung aufgeschoben

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Die Stadtverordnetenversammlung in Offenbach lässt den Umgang mit dem Straßennamen des Gründers des Ledermuseum und NSDAP-Mitglied weiter prüfen.

Sven Malsy ärgerte sich. Zum einen darüber, dass es die anderen demokratischen Parteien nicht für nötig hielten, mit der Linken im Vorfeld zu sprechen. Zum anderen darüber, dass die Entscheidung über die Umbenennung des Hugo-Eberhardt-Wegs in Offenbach am Ring-Center weiter vertagt wird. „Dieser Antrag ist eine Verweigerung der direkten Auseinandersetzung“, kritisierte der Stadtverordnete der Linken. Mit der Mehrheit von CDU, FDP, Grünen, Freien Wählern und SPD wurde der Magistrat am Donnerstag beauftragt zu prüfen, wie unter Berücksichtigung der Forschungsergebnisse von Andreas Hansert mit der Straße Hugo-Eberhardt-Weg umgegangen werden soll.

Eberhardt war Direktor des Vorläufers der Hochschule für Gestaltung und Gründer des Deutschen Ledermuseums; er war 1941 in die NSDAP eingetreten. „Eberhardt hat die NS-Diktatur aktiv unterstützt und von ihr profitiert“, sagte Malsy. Die Linke forderte deshalb die Würdigung des Offenbacher Ehrenbürgers durch einen Straßennamen zurückzunehmen und zu ersetzen.

„Das ist ein ambivalentes Thema und schwierig, eine angemessene Lösung zu finden“, erklärte Dominik Schwagereit, Fraktionsvorsitzender der FDP. Hugo Eberhardt habe einen Schatten auf seine Biografie geladen, von der die Kommune sich klar zu distanzieren hat. „Das kann mit einer Erläuterung vor Ort, einer künstlerischen Gestaltung sein oder indem man den Namen wegnimmt“, sagte Schwagereit. Am Deutschen Ledermuseum wurde etwa ein Zusatzschild mit Informationen zu Hugo Eberhardt an dessen Büste angebracht. tim

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