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Lädt zum Verweilen ein: der Studenten-Weihnachtsmarkt.
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Lädt zum Verweilen ein: der Studenten-Weihnachtsmarkt.

Weihnachtsmarkt in Offenbach

Hip-Hop statt Jingle Bells

  • VonFrank Sommer
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Noch bis Sonntag hat am Hafen 2 in Offenbach der Studenten-Weihnachtsmarkt geöffnet. „Einen Weihnachtsmarkt für 20- bis 30-Jährige mit angepasster Musik, das gab es bisher nicht“, sagt der Veranstalter Uli Schlepper.

Der Weihnachtsbaum? Steht. Die Weihnachtsbeleuchtung? Hängt auch. Glühwein? Kocht in den Kesseln. Weihnachtsmusik? Fehlanzeige. Beim Studenten-Weihnachtsmarkt am Hafen tönt Hip-Hop oder Soul aus den Lautsprechern. Auf dem Gelände zwischen Hafen 2 und dem MTW / Robert-Johnson wird seit vergangener Woche gefeiert: Ab 16 Uhr öffnet täglich noch bis Sonntag ein kleiner Weihnachtsmarkt seine Pforten. Die Idee dazu stammt vom Frankfurter Veranstalter Uli Schlepper.

„Die Idee, einen eigenen Weihnachtsmarkt für junge Leute zu bieten, trage ich schon länger mit mir herum“, meint Schlepper. Zunächst, gibt der Frankfurter zu, habe er an den Campus Westend gedacht, doch als sich dies nicht realisieren ließ, fiel sein Blick auf die andere Mainseite. Das Gelände am Hafen ist ihm schon von anderen Veranstaltungen vertraut, Schlepper nennt es liebevoll die „Partymeile Offenbachs“. „Als Veranstalter sucht man ja immer nach etwas Neuem“, meint Schlepper, „ein Weihnachtsmarkt für 20- bis 30-Jährige mit angepasster Musik, das gab es bisher nicht.“

"Geheime Zutat" im Apfelwein

Das Konzept gefällt, auch wenn sich die Besucherzahlen nicht mit denen der großen Märkte messen können. „Die Musik ist ein echter Anreiz“, meint Annett Wedekind. Mit zwei Freundinnen steht sie bei einem Gläschen Glühwein beisammen, alle loben, dass hier nicht das Gedränge der üblichen Weihnachtsmärkte herrsche. „Es ist einfach mal etwas anderes: Ein junges Publikum und die Hafenatmosphäre, das ist reizvoll“, sagt Katrin Radegast und nippt an ihrem Glas.

Dichter Dampf steigt aus dem Kessel, als Nadja und Marlene den Deckel vom Topf anheben. Feuerzangenbowle köchelt darin. Als sich der Dampf verzieht, hebt Nadja mit der Schöpfkelle vier dicke Zimtstangen heraus: „Die ist natürlich selbstgemacht, mit frisch gepresstem O-Saft.“ Viele würden Feuerzangenbowle nur dem Namen nach kennen, meint ihre Kollegin Marlene. 13 Buden und Stände gibt es auf dem kleinen Markt, alle mit kulinarischem Angebot. Im Zelt in der Mitte des Platzes sind an jedem Tag wechselnde DJs aktiv, zudem bietet es viel Platz zum Tanzen. Letzteres wäre gegen die Kälte hilfreich, denn in den Abendstunden macht sich die Nähe zum Wasser an den Temperaturen deutlich bemerkbar. Abhilfe schafft da freilich auch, etwas Heißes zum Trinken.

Eine „geheime Zutat“ hätte der heiße Apfelwein, meint Till Kuhrfeldt am gemeinsamen Stand vom „Markthäuschen“ und dem „Soupreme“. „Ulli Schlepper war es wichtig, die Offenbacher Gastronomen einzubinden“, meint Jutta Hellwig von der Suppenbar. Der Designer Kevin Egerer fertigte ihnen unverwechselbare Holz-Stehtische für den gemeinsamen Stand an, es herrscht Gedränge an den Tischen. Kuhrfeldt und Jutta Hellwig freut, dass auch viele ihrer Stammgäste sich zur Studenten-Weihnacht „trauen“ würden. Neben den heißen Suppen entpuppt sich auch der alkoholfreie Kinderpunsch als beliebt: „Gerade Autofahrer greifen da zu“, meint Hellwig.

"Endlich mal was anderes"

„Die üblichen Weihnachtsmärkte boykottiere ich: Die immer gleiche Musik, die Wurstbuden – da ist das hier hoffentlich was anderes“, meint Eileen Galbicska, die gerade mit ihrer Freundin Charlotte Leger aus dem Auto steigt. Aus Groß-Gerau hat es die beiden nach Offenbach gezogen, Studentin Leger hat über Facebook vom Weihnachtsmarkt erfahren: „Endlich mal etwas anderes als das übliche, das wollen wir uns anschauen“. Und den „Hessen-Döner“ probieren. Auch der findet sich sonst eher selten auf Weihnachtsmärkten.

Die Frankfurterin Kerstin Held hat der Markt am Hafen schon überzeugt: „Ich komme grad vom Frankfurter Weihnachtsmarkt. Dort kostet eine 0,2 Tasse Glühwein drei Euro, hier bekommt man 0,3 für 2,50 Euro.“ Offenbach habe also eindeutig mehr zu bieten als Frankfurt, meint sie mit einem Augenzwinkern.

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