Alles neu: Yvonne Grausam räumt Musik-CDs und Filme in die Regale der Teenie-Bibliothek. Wo früher Bilder der Artothek und medizinische Sachbücher ihren Platz hatten, stehen nun zehn Tische für Lerngruppen.Und das Angebot wird noch größer. Von Dienstag an will die Bibliothek dafür sorgen, dass die jungen Leute sich auch entspannen können: Mit Musik-CDs, DVDs, Comics und Mangas, Romanen und Sachbüchern.
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Alles neu: Yvonne Grausam räumt Musik-CDs und Filme in die Regale der Teenie-Bibliothek. Wo früher Bilder der Artothek und medizinische Sachbücher ihren Platz hatten, stehen nun zehn Tische für Lerngruppen.Und das Angebot wird noch größer. Von Dienstag an will die Bibliothek dafür sorgen, dass die jungen Leute sich auch entspannen können: Mit Musik-CDs, DVDs, Comics und Mangas, Romanen und Sachbüchern.

Teeniebibliothek

Hey, lest mal was!

  • Wiebke Rannenberg
    vonWiebke Rannenberg
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Zeitschriften, ein Fachblatt für japanische Comics, Spiele für die Playstation - und natürlich Bücher und CDs: Damit will die neue Offenbacher Teeniebibliothek ein junges Publikum locken.

Besonders in diesen Wochen der Abschlussprüfungen ist nachmittags kein Platz mehr frei in der Stadtbibliothek Offenbach. Während im Büsingpark die Sonne scheint, hocken drinnen 40 bis 50 Jugendliche und zeichnen geometrische Kurven, tippen Zahlenreihen in den Taschenrechner, pauken englische Vokabeln oder beantworten Fragen zur letzten Lektüre im Deutschunterricht.

Dafür sitzen sie nicht nur im Halbdunkeln im Bücherturm, sondern können seit einigen Monaten den Raum im ersten Stock nutzen. Wo früher Bilder der Artothek und medizinische Sachbücher ihren Platz hatten, stehen nun zehn Tische für Lerngruppen.

In den Regalen haben Leiterin Gudrun Kulzer und ihre Mitarbeiterinnen alle Bücher zusammengebracht, die die Schülerinnen und Schüler interessieren können, geordnet nach Fächern. Fast kein Buch "steht mehr da, wo es vorher war", sagt die stellvertretende Bibliotheksleiterin Sylvia Beiser.

Und das Angebot wird noch größer. Von Dienstag an will die Bibliothek dafür sorgen, dass die jungen Leute sich auch entspannen können: Mit Musik-CDs, DVDs der neuesten Filme, Comics und Mangas sowie Romanen und Sachbüchern, die die Pubertierenden beschäftigen.

Dazu kommen Jugendzeitschriften wie der Titel Animania, ein Fachblatt für japanische Comics und Animationsfilme sowie Spiele für die Playstation. Präsentiert werden sie in neuen Regalen vor einer Wand in kräftigem Orange, auf dem Sofa kann sofort mit der Lektüre begonnen werden.

Mit den rund 2000 neuen Medien schaffe die Bibliothek neue Möglichkeiten für die 14- bis 19-Jährigen, die in der Kinder- und Jugendbibliothek kein adäquates Angebot hätten, sagt Beiser. Ein Name für die Teenie-Bibliothek wird noch mit einem Wettbewerb gesucht. Möglich wurde dieses Projekt sowie die kürzlich eröffnete Elternbibliothek im Foyer durch einen Zuschuss vom Land von knapp 30.000 Euro.

Doch noch steht für die jungen Leute das Lernen im Vordergrund. Und das tun sie hier lieber als zu Hause. Dort störten kleine Geschwister und Eltern, Telefone oder auch die Verlockung, sich mal schnell in der Küche was zu essen zu machen, erzählen sie.

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