Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Ronald Winkler ist Referent für Stadtverkehr beim ADAC.
+
Ronald Winkler ist Referent für Stadtverkehr beim ADAC.

Sicherheit in Parkhäusern

Heller, breiter, flacher

Der ADAC-Experte Ronald Winkler spricht im FR-Interview über die Sicherheit in Parkhäusern.

Herr Winkler, welche drei Haupteigenschaften sollte ein modernes Parkhaus besitzen?

Die Stellplatzbreite muss mindestens 2,50 Meter betragen. Aspekt Nummer zwei ist die Sicherheit. Hierzu müssen die Ebenen gut beleuchtet sein und über helle Wände und Bodenbeläge verfügen. Fußgänger sollten ein Leitsystem aus Bodenmarkierungen erhalten, das den Weg zu den Ausgängen weist und die Fahrgassen optisch verengt. Zur Sicherheit gehört aber auch eine Videoüberwachung in sensiblen Bereichen und Notrufmelder. Als Drittes sind flache und breite Rampen wünschenswert.

Sind ältere Parkhäuser noch auf diesen Stand zu bringen?

Bei den baulichen Gegebenheiten ist an einem alten Parkhauswenig zu machen – steile Rampen bleiben steil. Aber bereits mit ein wenig Farbe – zum Beispiel zur kontrastreichen Markierung von Schrammborden oder zur Kennzeichnung von Parkebenen – lässt

sich die Benutzerfreundlichkeit erhöhen. Und auch bei der Beleuchtung lässt sich sehr viel verbessern, sei es mit konventionellen Systemen oder mit energiesparenden LED-Lichtleisten.

Müssen Betreiber für einen Schaden aufkommen, wenn sie nicht darauf hinweisen, dass es etwa für Geländelimousine eng werden könnte?

In der Regel wird nur die maximale Fahrzeughöhe angezeigt. Ist das Parkhaus für normale Kfzs befahrbar, ist keine weitere Beschilderung erforderlich. Das Touchieren einer Wand auf der Rampe gilt damit als Fahrfehler.

Was ist mit Behinderten-, Eltern/Kind- und Frauenplätzen?

Der ADAC fordert für die beiden erstgenannten Gruppen eine Quote von drei Prozent bezogen auf die Gesamtzahl der Plätze. Für Frauen sind keine gesonderten Stellplätze nötig, wenn das Parkhaus hell, übersichtlich und videoüberwacht ist.

Warum wird nicht die wirkliche Parkzeit abgerechnet?

Eine Abrechnung im Minuten-Takt setzt voraus, dass auch mit kleineren Centmünzen bezahlt werden kann. Die derzeit in der Praxis üblichen Kassenautomaten nehmen jedoch nur Münzen ab 10 Cent an. Nahezu sämtliche Automaten müssten für eine minutengenaue Abrechnung umgerüstet oder ersetzt werden. Hinzu käme, dass der erhöhte Arbeitsaufwand für das Bestücken und Entleeren der Automaten am Ende wieder auf den Kunden umgelegt wird und somit der Preisvorteil wieder verloren geht. Bei einer ausschließlich bargeldlosen Bezahlung wäre eine Minutenabrechnung dagegen kein Problem.

Das Interview führte Detlef Sundermann.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare