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Wie energiesparend gebaut wird, zeigen vile Aussteller.

Offenbach

Hausbau in allen Variationen

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Großer Besucherandrang herrscht bei der mittlerweile 17. Baumesse. Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit sind angesagt.

In und um Offenbach wird viel gebaut, etwa im Stadtteil Bieber, im Kreis beispielsweise in Neu-Isenburg, Rodgau oder Langen. Und so trifft die 17. Baumesse in den Offenbacher Messehallen erwartungsgemäß auf riesiges Interesse seitens der Besucher. „Vergangenes Jahr zählten wir an den drei Messetagen 17 693 Besucher, das wollen wir übertreffen“, sagt Tim Erlei, Marketingleiter der Baumesse.

Die Chancen dafür stehen gut, denn schon am Samstag war der Andrang gewaltig. „Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst schauen soll. Es ist fast zu groß“, sagt Besucherin Gabi Löhr. Anregungen für die Renovierung wolle sie sich holen, sagt sie. Ein junges Pärchen, seinen Namen möchte es nicht nennen, interessiert sich eher für Fertighäuser. „Holzbau ist ja ein Thema, aber ob wir uns das leisten können, weiß ich nicht“, räumt er ein.

„Die großen Themen in diesem Jahr sind Hausbau in allen Varianten und natürlich Heizen“, sagt Jona Poguntke, Projektleiter der Messe. Trotz voller Auftragsbücher bei den Betrieben sei es kein Problem gewesen, Aussteller zu finden. Mit 200 Ausstellern sei auch das Maximum erreicht. „Mehr können wir nicht unterbringen“, sagt er.

Der Gang durch die Hallen gleicht einer Reizüberflutung: Hier noble Küchen, dort Türen von zweckmäßig bis pompös, nebenan werden Garagentore vorgestellt oder unterschiedliche Heizsysteme. „Ich besuche die Baumesse jedes Jahr und hole mir Anregungen, man muss ja darauf achten, den Wert seiner Immobilie zu erhalten“, sagt Besucher Jens Schäfer.

Den Wert nicht nur zu erhalten, sondern die eigenen vier Wände zu schützen, ist natürlich auch Thema auf der Messe. Andreas Fox von Safe4U stellt etwa eine Infraschall-Alarmanlage vor. „Da braucht es keine Kabel im Haus, eine Fernbedienung genügt“, sagt er. An einer Glasbox können die Besucher die Alarmanlage testen: Sobald man die Wände berührt, wird der Alarm ausgelöst.

Individualität ist ebenfalls ein Thema, etwa bei den Leuchten. Statt Lampen an Decken und Wände zu hängen, zeigt die Wächtersbacher Firma Höhn ein LED-Steckset: Dank mit Aluschichten bestückten Styroporplatten an der Decke können kleine, stecknadelgroße LED-Lämpchen einfach dort platziert werden, wo es der Kunde möchte – fertig ist der individuelle Sternenhimmel fürs Schlafzimmer. Innengestaltung und Modernisierung sei momentan sehr gefragt, sagt Anke Höhn.

Auch die Stadt und deren Betriebe sind mit gleich mehreren Ständen vertreten, allerdings in unterschiedlicher Güte: Während das Bauamt lediglich die neuen Baugebiete und den Masterplan mit Plakaten vorstellt, geht das Umweltamt wesentlich kreativer vor. An einem Modellhaus werden Dach- und Fassadenbegrünung, Versickerungsflächen oder Photovoltaikanlagen vorgestellt, für die Besucher gibt es zudem Samentütchen für bienenfreundliche Gewächse im Garten. „Das Hausmodell werden wir auch auf unserer Internetseite zeigen“, verspricht Umweltamtsleiterin Heike Hollerbach.

Über 20 Vorträge ergänzen die Ausstellung. „Da ist uns Inklusion und barrierefreies Bauen wichtig“, sagt Poguntke. Allerdings würden gerade dazu noch Aussteller gesucht. „Für die nächste Baumesse möchten wir gern Aussteller zum Thema Barrierefreiheit präsentieren“, sagt er.

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