Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gesellige Runde beim Müttertreff der Caritas.
+
Gesellige Runde beim Müttertreff der Caritas.

Offenbach Caritas

Hand in Hand für junge Mütter

  • VonFrank Sommer
    schließen

Die Caritas in der Kaiserstraße lädt einmal wöchentlich zur Gesprächsrunde „die Mütter-Profis“ ein. Thematisiert werden Fragen rund um die Geburt, die Versorgung der Neugeborenen, aber auch existenzielle Sorgen und Nöte der Frauen.

Den Kopf hat sie gesenkt, langsam schüttelt sie ihre Arme, bis hinunter in die Fingerspitzen. Die vier Frauen im Halbkreis um Regine Juch-Edinger machen es ihr nach. Tief atmen sie ein und aus. „Nein, das ist keine Schwangerschaftsgymnastik“, sagt Juch-Edinger, „das nennt sich progressive Muskelentspannung.“ Juch-Edinger arbeitet in der Suchtberatung der Caritas, doch an diesem Morgen zeigt sie jungen Müttern eine Entspannungstechnik. Immer dienstags bietet die Caritas jungen Müttern und Schwangeren eine offene Frühstücksrunde, an diesem Dienstag mit Entspannungsübungen.

„Das ist eine Technik, durch die man ganz bewusst loslassen kann“, sagt Juch-Edinger. Denn Schwangere und junge Mütter seien meist in besonderen Stresssituation. „Und genau da möchten wir mit dem Müttertreff Abhilfe schaffen“, pflichtet ihr Christine Englert bei. Englert ist Sozialpädagogin und hat mit ihrer Kollegin Margit Britt die Frühstücksrunde ins Leben gerufen. Fragen rund um die Geburt, die Versorgung der Neugeborenen, aber auch existenzielle Sorgen und Nöte der Frauen werden hier thematisiert.

„Babypedia – die Mütter-Profis“ nennt sich dieses Forum. Immer dienstags von 10.30 bis 12.30 Uhr können Schwangere und junge Mütter zum zwanglosen Treffen ins Caritashaus in der Kaiserstraße kommen. Ohne Voranmeldung, ohne Teilnahmegebühr. „Und sollten die Frauen ältere Kinder haben, so ist extra eine Kinderbetreuung eingerichtet“, sagt Englert. Zwei Mitarbeiterinnen der Caritas betreuen die Kleinen dann in einem Nachbarraum, wo auch jede Menge Spielsachen bereit liegen.

Dass hier Hand in Hand gearbeitet wird, sich Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Caritashauses engagieren, freut Englert. „So kostet uns das Angebot quasi nichts, da alle Beteiligten ohnehin hier im Haus arbeiten und wir auf die hiesigen Ressourcen zurückgreifen.“ Die Sozialpädagogin ist sonst in der Notfallberatung und Schwangerschaftshilfe tätig, auch das Projekt „Mütter-Tandem“, bei denen ehrenamtliche Helfer Müttern mit Kindern bis drei Jahren beratend zur Seite stehen, wird von ihr geleitet. Der Dienstags-Treff ist daraus hervorgegangen.

Projekt läuft bis Ende Januar

„Im März dieses Jahres haben wir ihn gegründet, mittlerweile ist das Angebot in der zweiten Runde“, sagt Englert. Bis Ende Januar läuft das Projekt noch. Immer wieder stehen neben dem Austausch der Frauen untereinander verschiedene Themen, so die Zubereitung von Babybrei oder wie sich das gemeinsame Spielen auf die Entwicklung des Kindes auswirkt, auf dem Programm. Allerdings, gibt Englert zu, sei es schwierig, diese Planung einzuhalten: „Wir sind ein offener Treff, jede Frau darf kommen – oder eben auch nicht. Daher haben wir mal drei, mal neun Teilnehmerinnen, das wissen wir vorher eben nicht.“

Und immer wieder gehe es auch um die täglichen Sorgen der Frauen. „Viele der Mütter hier haben einen Migrationshintergrund oder sind in existenziellen Nöten“, sagt Englert, „da besprechen wir auch Bescheide der Mainarbeit. Und wir können sie gleich zu den entsprechenden Beratungsstellen im Haus schicken.“

Frühe Hilfe und Beratung von Müttern seien gefragt, meint Englert, nur so ließe sich präventiv arbeiten. Das habe auch die Politik mittlerweile erkannt. Dennoch wäre eine Stärkung der Arbeit der Sozialarbeiter sinnvoll. „Mit dem Müttertreff praktizieren wir die Vernetzung, innerhalb der Caritas wie mit anderen Organisationen oder Ärzten“, sagt sie, diese Vernetzung zum Kindeswohl wünsche sie sich öfter.

Infos unter www.caritas-offenbach.de oder 0 69 / 80 06 42 81

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare