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Der Mann tauscht seine gesammelten Bons in einen Gutschein um.
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Der Mann tauscht seine gesammelten Bons in einen Gutschein um.

Offenbach

Gutscheine für Bons

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Große Umtauschaktion zur Stärkung des Offenbacher Einzelhandels und der Gastronomie gestartet. Die Stadt stellt 1,1 Millionen Euro bereit und läuft bis 30. September oder bis der Topf leer ist.

Karin Füllerton hat ihre Kassenbons in einem Kuvert mitgebracht. Sie steht an einem der drei Schalter der Tauschstation im Offenbacher Komm-Center am Aliceplatz und löst sie am Mittwoch gegen Einkaufsgutscheine ein. „Ich habe das im Laufe des Frühjahres mitbekommen“, erzählt Füllerton. Für ihre Einkäufe in der Modeboutique von Ly Stühler im Komm-Center hat sie vier 100-Euro-Gutscheine bekommen. Die muss sie jetzt bis zum 30. September in den 41 teilnehmenden Geschäften und Restaurants einlösen. „Ich mache jetzt direkt weiter“, kündigte Füllerton schmunzelnd an.

Um den Offenbacher Einzelhandel und die Gastronomie zu unterstützen, hat die Stadt im vergangenen Winter die besondere Tauschaktion ins Leben gerufen. 40 Prozent des Einkaufswertes bekommen Kundinnen und Kunden als Aktions-Gutschein geschenkt. Mindestbetrag zum Einlösen sind 50 Euro, für den es einen 20 Euro-Gutschein gibt. Ab 250 Euro gibt es 100 Euro. „Es profitiert nicht nur der Handel, sondern auch die Kundschaft, weil sie kostenlos Geld in die Hand gedrückt bekommt“, sagt Fabian El-Cheikh, Leiter des Amts für Öffentlichkeitsarbeit.

Gutscheinaktion

Seit Montag können in einem Pop-up-Store im Offenbacher Komm-Center am Aliceplatz Kassenbons in Gutscheine eingetauscht werden. Seit Dezember ist es möglich, in 41 teilnehmenden Geschäften und Restaurants Kassenzettel zu sammeln und 40 Prozent des Einkaufswertes - mindestens 50 Euro Umsatz – als Gutschein zu erhalten.

Die genauen Aktions-Bedingungen sowie die teilnehmenden Geschäfte gibt es im Internet unter:
www.offenbach.de/grossesherz FR

Die Aktion läuft entweder bis zum 30. September oder bis die 1,1 Millionen Euro aufgebraucht sind. „Das wollen wir auch“, betont El-Cheikh. Schließlich sollen gerade die von Corona gebeutelten Geschäfte und Restaurants davon profitieren. An den ersten zwei Tagen waren es jeweils rund 11 000 Euro, die als Gutscheine ausgegeben worden sind. Zum Start der Aktion sind bereits alle Termine im Juni vergeben. „Wir haben einen längeren Timeslot im Terminvergabesystem gehabt. Das verkürzen wir jetzt demnächst und überlegen, ob wir es komplett ohne Termin aufmachen“, sagt Regina Preis, die Geschäftsführerin der Offenbacher Stadtinformation Gesellschaft (OSG). Zumal seit gestern die Stufe 2 des hessischen Öffnungskonzepts greift. Termine können derzeit online oder telefonisch ausgemacht werden.

Am Mittwoch hat bei Anja Brandalise, Mitarbeiterin bei der OSG und Koordinatorin der Tauschstation, das Telefon 80 Mal geklingelt. Das Einlösen der Bons gehe recht zügig. „Wenn wir einfach so aufmachen, werden definitiv mehr Leute kommen“, sagt sie. Die Beträge auf den Bons werden in ein Computerprogramm eingegeben. Dabei wird preisgebundene Ware, wie Bücher, Tabakwaren und Medikamente, von den Kassenzetteln ’raus gerechnet, weil diese Artikel nicht zur Aktion gehören.

Ein älterer Mann findet das eine „sehr nette Sache“. Er hat vor allem im Galeria Kaufhof eingekauft und für einen Umsatz von 152 Euro einen 60-Euro-Gutschein erhalten. „Wir zahlen extrem viel Grundsteuer. Da relativiert sich das wieder“, sagt er. Im Kaufhof wird er seinen Gutschein allerdings nicht einlösen können, da das Einkaufshaus fremde Gutscheinsysteme nicht akzeptiert.

Die Stadt möchte für die Aktion noch weitere Händlerinnen und Händler gewinnen. „Wir machen weiter Akquise und bereiten eine Broschüre vor“, sagt El-Cheikh. Es habe auch bereits Anfragen von anderen Geschäften gegeben, berichtet Preis. „Wir wollen das auf eine breitere und nachhaltigere Basis stellen“, betont sie. Im Gegensatz zu früheren Aktionen gibt es diesmal auch keine Papier-Gutscheine, sondern sie werden in Form einer Plastikkarte ausgestellt. Das hat den Vorteil, dass die dortigen Beträge nicht auf einmal ausgegeben werden müssen und für verschiedene Läden und Restaurants benutzt werden können.

Die Gutscheinkarten können einen Wert zwischen 20 und 100 Euro haben.

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