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Die 32 Buden und Hütten sind gut besucht.
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Die 32 Buden und Hütten sind gut besucht.

Offenbach

Großer Andrang auf dem Offenbacher Weihnachtsmarkt

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Beim Start in Offenbach gilt ein strenges Hygienekonzept. Die Organisatoren appellieren an die Vernunft der Besucherinnen und Besucher, sich an die Corona-Regeln zu halten.

Um 18.13 Uhr am Montagabend spricht Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) feierlich die Worte aus, die er im vergangenen Jahr nicht sagen durfte: „Der Weihnachtsmarkt ist eröffnet.“ Mehrere Hundert Menschen tummeln sich auf dem Rathaus- und dem Aliceplatz zwischen 32 Buden und Hütten. Es duftet nach Glühwein, Mandeln und Gegrilltem.

Den ganzen Tag über hat Schwenke zahlreiche Anfragen mit dem Tenor beantworten müssen: Kann ein Weihnachtsmarkt in Zeiten steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus stattfinden? Besonders in Offenbach, wo die Sieben-Tage-Inzidenz seit gestern bei 312,5 Fällen pro 100 000 Einwohner:innen liegt? „Ja, kann er. Wenn sich alle an die geltenden Hygievorschriften halten“, sagt der OB. Als Veranstaltung unter freiem Himmel sei das in der aktuellen Lage auch noch vertretbar.

Wenn das Konzept nicht funktioniert, muss es Einlasskontrollen geben

Auch Klaus Kohlweyer von der Pro OF GmbH, dem Organisator des Weihnachtmarkts, appelliert an die Vernunft der Besucherinnen und Besucher. „Wir haben Kreuztische aufgestellt, sodass genügend Abstand gehalten werden kann. In den überdachten Bereichen gilt 2G.“ Überall da, wo kein Abstand zu halten sei, muss eine Maske getragen werden. Sollte das Konzept so nicht funktionieren, müsse der gesamte Bereich eingezäunt und mit Einlasskontrollen zum 2G-Bereich erklärt werden. „Das wollen wir alle nicht.“

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Der Offenbacher Weihnachtsmarkt findet wie gewohnt in der Innenstadt zwischen Rathaus und dem Einkaufscenter Komm statt. Der Weihnachtsmarkt hat fast täglich geöffnet: Montag bis Donnerstag von 11 Uhr bis 21 Uhr, Freitag und Samstag von 11 Uhr bis 22 Uhr sowie am Sonntag von 13 Uhr bis 21 Uhr. Am Totensonntag, 21. November, an Heiligabend und den Weihnachtstagen bleibt der Markt geschlossen.

Der Nikolaus wird mit Knecht Ruprecht am Sonntag, 5. Dezember, den Weihnachtsmarkt besuchen und kleine Überraschungen auf der Bühne verteilen. Diese können sich die Kinder in diesem Jahr nur einzeln auf der Bühne abholen. Am Montag, 6. Dezember, sind Santa Claus und sein Engel zu Besuch. tim

Monika Eiserloh kann darauf ebenfalls gut und gerne verzichten. Als sie am frühen Morgen ins Auto gestiegen ist, um von Hanau nach Offenbach zu fahren, war das für sie die pure Freude. „Die Leute freuen sich, dass wir wieder da sind und haben auch große Tüten gekauft“, sagt die Inhaberin der Mandelbar. Bei ihr arbeitet niemand, der nicht genesen oder geimpft ist. Da in Offenbach auch nicht die großen Menschenmassen unterwegs seien, verteilten sich die Besucher:innen auch gut.

Gefahr einer Schließung des Weihnachtsmarkts: „Das darf nicht passieren“

Auf die Frage, ob sie Sorge vor einer Schließung des Markts wegen der steigenden Zahlen hat, sagt Eiserloh: „Das darf nicht passieren.“ Sie hat ihre Ware schon bestellt, in ihrem Lager liegen palettenweise Mandeln. Außerdem hat sie acht Mitarbeitende fest angestellt. „Wir brauchen die Weihnachtsmärkte – mit strengen Hygienekonzepten. Wir möchten verkaufen, aber sicher verkaufen.“

Die Angst, dass der Weihnachtsmarkt wieder geschlossen werden könnte, hat Sigrun Hafner von Bienmüller-Imbiss aus Gesprächen mitbekommen. Sie glaubt aber nicht, dass es so weit kommt. Vor der Bude sind Plexiglasscheiben angebracht, im Innenbereich mit Tischen gilt 2G. „Die Leute sind begeistert, mal wieder eine Bratwurst, einen Nierenspieß oder Pommes draußen zu essen“, sagt Hafner.

Die Stadt Offenbach hat eine Vereinshütte für 40 Vereine und Initiativen

Christof Langner steht derweil mit Svetlana Möller an einem Stehtisch. Der 33-Jährige findet, dass die Leute „mit Bedacht“ an den Buden vorbeilaufen. Möller hält es für wichtig, dass die Einhaltung des Hygienekonzepts auch kontrolliert wird, vor allem wenn es abends oder am Wochenende voller wird. Beide stellen fest, dass die Leute mit dem Beginn des Weihnachtsmarkts freundlich miteinander umgehen.

Jede Menge freundlicher Gespräche führen auch Susanne Meyer vom Waldzoo und Tanja Schäfer von der Wildwinterhilfe. Sie sind die ersten von 40 städtischen Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und ehrenamtliche Initiativen in der sogenannten Vereinshütte der Stadt Offenbach. „Wir wollen die Leute mit unserer Arbeit vertraut machen“, sagt Meyer. Sie habe schon Fragen zu Tierpatenschaften bekommen oder wie man einen Garten für Wildtiere herrichten könne.

Felix Schwenke ist sicher: „Der Weihnachtsmarkt wird Freude machen.“

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