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Wer durch ein Parkhaus fährt, erwartet gut sichtbare Schilder, helles Licht und sinnvolle Verkehrsführung. Leider ist es damit in vielen Häusern nicht weit her.
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Wer durch ein Parkhaus fährt, erwartet gut sichtbare Schilder, helles Licht und sinnvolle Verkehrsführung. Leider ist es damit in vielen Häusern nicht weit her.

Offenbach

Der große Parkhaus-Check

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Zwölf Parkhäuser gibt es in der Offenbacher Innenstadt, viele davon in schlechtem Zustand. Die FR hat genau hingesehen und festgestellt: Man kann ein gutes Parkhaus betreiben, man muss nur wollen.

Gehetzte Zeitgenossen, Benzingeruch, Zugluft und düstere Ecken: Parkhäuser und Tiefgaragen sind Orte, die vermutlich bei niemandem ganz oben auf der Wohlfühlskala stehen. Und trotzdem kommt man auch in Offenbach nicht um sie herum. Denn wenn die Stadt rappelvoll ist, gibt es kaum eine Alternative.

Acht Offenbacher Parkhäuser und Tiefgaragen hat die Frankfurter Rundschau an zwei Tagen auf Herz und Nieren getestet. Dabei wurde auf Preise und Beleuchtung ebenso geachtet wie auf Frauenparkplätze und den generellen Zustand. Als Erstes fällt auf, dass viele der Gebäude heruntergekommen sind und kaum mehr zeitgemäß wirken. Pfützen und Taubenkot auf dem Boden, schmale Parklücken und beengte Räume sind keine Seltenheit. Die Empfehlung von Experten, Parkhäuser hell und übersichtlich zu gestalten und zudem Stellplätze für Frauen und Menschen mit Behinderung auszuweisen, scheint bei vielen Parkhausbetreibern noch nicht angekommen zu sein.

Dabei sind diese Empfehlungen nicht nur für das Wohlbefinden wichtig, sondern auch für die Sicherheit: Je schmaler die Rampen, je schummriger die Beleuchtung, desto eher kommt es beim Ein- und Ausparken zu einem Blechschaden.

Auch die Verkehrsführung lässt in Offenbacher Parkhäusern zu wünschen übrig: Bei vielen getesteten Parkhäusern ist die Beschilderung nicht sofort zu verstehen und der Platz zum Rangieren eng. Da muss man schon mit einem Kleinwagen hin- und herkurbeln, problematisch wird es aber mit einem Kombi oder gar einem Sports Utility Vehicle (SUV). Die umstrittenen, aber nichtsdestotrotz beliebten Geländelimousinen haben es im Parkhaus schwer und versperren auch oft anderen Kunden den Platz. Da PKW in Deutschland größer werden – einer aktuellen Studie des Instituts für Verkehrssystemtechnik der Hochschule Zwickau zufolge allein zwischen 2000 und 2010 um 19 Zentimeter länger, 15 Zentimeter breiter und 25 Zentimeter höher – fordert etwa der ADAC, Parklücken standardmäßig auf 2,50 Meter zu verbreitern. Die meisten getesteten Häuser belassen es bisher bei den herkömmlichen 2,30 Metern.

Besonders schlecht haben im Test das Parkhaus an der Ziegelstraße und die Tiefgarage am Rathaus abgeschnitten: Empfehlen kann man beide nicht. Erfreulich ist dagegen ein Besuch am Klinikum und im Parkhaus am KOMM-Einkaufszentrum. Beide zeigen, dass helle und leicht verständliche Parkhäuser möglich sind. Das letztgenannte Haus ist mit 1,70 pro Stunde allerdings auch das teuerste in der Stadt. In der Regel zahlt man in Offenbach 1,50 pro Stunde – eine minutengenaue Abrechnung gibt es nirgendwo.

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