Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Riesenbaustelle: der Kaiserleikreisel.
+
Riesenbaustelle: der Kaiserleikreisel.

Kaiserlei in Offenbach

Die größte Baustelle seit Jahren

  • Sigrid Aldehoff
    VonSigrid Aldehoff
    schließen

Der Rückbau des Kaiserleikreisels könnte Anfang 2015 beginnen und rund zwei Jahre dauern. Mit knapp 32 Millionen Euro sind die Kosten für das Großprojekt veranschlagt. Auch Anlieger sollen für den Straßenumbau mitbezahlen.

Der Rückbau des Kaiserleikreisels könnte Anfang 2015 beginnen und rund zwei Jahre dauern. Mit knapp 32 Millionen Euro sind die Kosten für das Großprojekt veranschlagt. Auch Anlieger sollen für den Straßenumbau mitbezahlen.

Es wird eine harte Zeit für Autofahrer, aber auch für die Planer und Bauarbeiter: Rund zwei Jahre lang wird der Rückbau des Kaiserleikreisels dauern – „unter laufendem Verkehr“, wie es in der entsprechenden Vorlage heißt. Diesen Projekt- und Einstufungsbeschluss hat der Magistrat jetzt beschlossen, im Januar soll das Stadtparlament zustimmen.

Damit ist der nächste Schritt getan zu „einer der größten und kompliziertesten Baustellen, die Offenbach in den vergangenen Jahren gesehen hat“, sagt Pressesprecher Matthias Müller. Abschnittsweise und unter Einbeziehung von Verkehrsbetrieben, Polizei, Autobahnmeisterei und anderen wird aus dem Kreisel ein Verkehrssystem, das auf zwei Kreuzungen sowie den Neubau beziehungsweise Umbau der weiterführenden Straßen Strahlenbergerstraße, Berliner Straße und Kaiserleipromenade fußt.

Öffentlichkeit wird informiert

Nach Angaben von Stadtplanerin Sigrid Pietzsch werden von und zu der Autobahn 661 neue Rampen errichtet, die in zwei getrennten ampelgesteuerten Kreuzungen an der Strahlenbergerstraße im Osten und Westen anschließen. Die Berliner Straße wird unter der Autobahn durchgeführt und geht dann in die bereits teilausgebaute Kaiserleipromenade über. Diese wird nach Westen hin bis zur Strahlenbergerstraße verlängert und vollständig ausgebaut. Auch die Strahlenbergerstraße, die bereits zum Teil zwischen der Amsterdamer und Warschauer Straße umgebaut ist, wird zwischen der neuen Anschlussstelle an die Autobahn 661 und der Einmündung der verlängerten Kaiserleipromenade endgültig ausgebaut.

Wie die Verkehrsführung dann in den zwei Jahren jeweils geändert wird, um den Verkehrsfluss während des Umbaus aufrecht zu erhalten, darüber werde die Öffentlichkeit frühzeitig informiert, sagte Pietzsch.

Die Zustimmung des Stadtparlamentes vorausgesetzt, sollen Anfang kommenden Jahres die Arbeiten ausgeschrieben werden, der Vergabebeschluss ist für Oktober 2014 terminiert, im ersten Quartal 2015 wird es dann ernst für alle Berufspendler, die täglich den Verkehrsknoten passieren. Ab Ende 2017 könnte bei störungsfreiem Verlauf der Arbeiten das Warten auf eine Lücke im Kreisverkehr im Kaiserlei ein Ende haben.

Frankfurt zahlt auch mit

Mit knapp 32 Millionen Euro sind die Kosten für das Großprojekt veranschlagt. Dabei trägt der Bund gut sieben Millionen Euro, der Anteil des Landes Hessen beträgt gut 14 Millionen Euro. Der kommunale Anteil von gut acht Millionen Euro wird von der Stadt Frankfurt übernommen, mit der die Stadt Offenbach den Standort Kaiserlei gemeinsam entwickelt. Diese Kostenübernahme ist in der zwischen den Städten Offenbach und Frankfurt abgeschlossenen Absichtserklärung vom Februar 2012 geregelt. Danach erwirbt die Stadt Frankfurt Grundstücke im Kaiserlei und gibt dafür einen sogenannten „verlorenen Baukostenzuschuss“, also Geld, das zur Deckung der Gesamtkosten gezahlt wird, ohne dass die Rückerstattung vereinbart ist.

Aber auch die Anlieger der umzubauenden Straßen werden für die Finanzierung zur Kasse gebeten: Zwei Millionen Euro Einnahmen sind dafür eingeplant. Betroffen sind davon Anlieger an dem Teil der Strahlenbergerstraße, der noch nicht ausgebaut wurde, Anlieger der Kaiserleipromenade und der Berliner Straße sind außen vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare