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Bildung

Lehrerin fordert größeren Abstand

  • Agnes Schönberger
    vonAgnes Schönberger
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Die GEW in Offenbach berichtet von großer Verunsicherung an Grundschulen, weil Abstände nicht eingehalten werden können. Es sei Zeit, die Klassen zu halbieren.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Offenbach fordert, auch die Klassen an den Grundschulen zu halbieren, damit notwendige Abstände eingehalten werden könnten. In einem offenen Brief kritisiert Edeltraud Trinowitz von der GEW Offenbach, überall würden strenge Kontaktbeschränkungen gelten, aber in den Grundschulklassen immer noch bis zu 25 Kinder in engen Klassenräumen sitzen.

Nach ihren Angaben erlaubt das Offenbacher Gesundheitsamt Frühstückspausen in Klassenräumen nur noch dann, wenn der Abstand von anderthalb Metern eingehalten werden könne. Das sei in der Realität aber nicht möglich, schreibt die Lehrerin, die an der Offenbacher Wilhelmschule unterrichtet, in dem Brief unter anderem an die Gesundheitsämter in Stadt und Kreis. Die GEW-Vertreterin wundert sich über die Anordnung, weil doch behauptet werde, die Infektionsgefahr an Grundschulen sei gering.

Unter den Kolleginnen und Kollegen herrsche inzwischen eine große Verunsicherung. Sie hätten Angst um die Gesundheit ihrer Schüler:innen und auch um ihre eigene, sagt sie und verweist auf den jüngsten Corona-Ausbruch an einer sächsischen Grundschule. Dort wurde bei der Hälfte der Kinder und Lehrkräfte das Virus nachgewiesen.

Trinowitz hält es für grob fahrlässig, dass bei Infektionen betroffene Klassen und Lehrkräfte nicht mehr in Quarantäne geschickt würden. Dabei sei bekannt, dass in Offenbach die Infektionsketten nicht mehr nachvollzogen werden könnten. „Wie kann man dann sagen, in Schulen fänden kaum gegenseitige Infektionen statt?“, fragt sie.

Stadtsprecher Fabian El Cheikh erklärte auf Anfrage, innerhalb der Klassen seien an Offenbachs Schulen keine Übertragungen festgestellt worden. Das Virus sei, soweit feststellbar, von „außen“ in die Schulgemeinde getragen worden. Er wies darauf hin, dass die Stadt im Unterschied zu anderen Kommunen auch in der Grundschule die Maskenpflicht im Unterricht eingeführt habe, eben weil man wisse, dass junge Kinder die Abstandsregeln weniger gut einhielten. Die Stadt werde zudem Lüftungsgeräte bestellen. Auch dies war eine Forderung der GEW.

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