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Offenbach

Auf gepackten Koffern

  • VonFrank Sommer
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Zum Wintersemester herrscht an der Hochschule für Gestaltung großer Andrang – und viel Platzmangel.

Ein „Allzeithoch“, so nennt es Bernd Kracke, Präsident der Hochschule für Gestaltung (HfG), verzeichne die Kunsthochschule. Zum Wintersemester 2013/14 haben 105 neue Studenten die Aufnahmeprüfung bestanden, insgesamt sind 675 Studenten eingeschrieben. „Die schleichende Progression der Studierendenzahlen geht weiter, unsere Hochschule hat außerdem wieder neue Zuzugsbereiche erschlossen“, meint Kracke erfreut.

Der Wunsch, an der HfG zu studieren, ist groß: knapp 400 Bewerber gab es in diesem Jahr für ein Studium im Bereich Visuelle Kommunikation und Produktgestaltung. Immer öfter kämen die Studeten auch von weiter her, ebenso auch verstärkt aus dem ländlichen Raum. Oder aus dem Ausland, wie Pressesprecherin Katja Kupfer betont: 132 Studenten haben einen ausländischen Pass. Das liege vor allem an dem vorbildlichen Auftritt der Hochschule in den neuen Medien, ist man sich in der Hochschulleitung sicher. „Unser Internetauftritt verzeichnet sehr hohe Zugriffszahlen, außerdem haben wir mehrere Modellprojekte im Bereich Social Media“, sagt Vizepräsident Peter Eckart.

Durch Kooperationen mit Universitäten in aller Welt, wie der südafrikanischen Griffith University der der Tongji-Universität in Shanghai genieße die Hochschule in aller Welt einen guten Ruf. Besonders aus dem asiatischen Raum verspüre man ein erhöhtes Interesse an einem Studium in Offenbach. Die HfG hat darauf schon vor zwei Jahren mit der Einrichtung eines eigenen Büros für Studenten aus dem Ausland reagiert. In diesem Semester sind zudem zwei große Exkursionen in die Türkei und China geplant.

Bezahlbare Wohnungen als Standortvorteil

Doch so hoch das Interesse seitens der Studenten auch ist, diese - und insbesondere die ausländischen - müssen auch eine Unterkunft finden. Gut 70 Studierende konnten durch Kooperation mit der Gemeinnützigen Baugesellschaft Offenbach eine bezahlbare Wohnung finden. Eine hohe Zahl, wie Kracke betont. „Das ist für die Wahl des Studienortes wichtig und für uns ein Wettbewerbsvorteil“, sagt Kracke. Dass die Studenten direkt auf dem Campus wohnen, wäre freilich die Ideallösung. „Vor der Wahl haben sich alle Parteien für den Neubau der HfG am Hafen ausgesprochen, nun warten wir ab, was passiert, wenn sich eine neue Landesregierung gebildet hat“, sagt der HfG-Präsident.

„Auf gepackten Koffern“ würden sie sitzen, meint Eckert, denn auch in der Lehre mangele es an Raum: „Wir haben zu wenig Räume, manche sind feucht oder haben andere Mängel - es ist wirklich schwierig.“ Nein, „kritisch“ sei es, ergänzt Kracke. Schon vor einiger Zeit wurde ein Mehrbedarf an 5520 Quadratmetern Fläche festgestellt.

Verstecken müsse sich die Hochschule im nationalen und internationalen Vergleich aber nicht: Fünf Neuberufungen gab es, die Lehrstühle konnten mit international gefragten Persönlichkeiten besetzt werden. Zudem wurden HfG-Projekte vielfach mit Preisen ausgezeichnet, etwa dem Staatspreis für Universelles Design oder dem Hessischen Filmpreis. Weiterhin gibt es fünf Kooperations- und Forschungsprojekte: So soll mit der Universität Queensland ein neues Konzept für die Bad Nauheimer Jugendstilbauten erarbeitet und Fotos für ein Buch über Demenz hergestellt werden. „Eine sensible Aufgabe“, wie Eckert betont.

Aber auch eine Möglichkeit für die Studenten, für ihre Zeit nach dem Studium Erfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Darauf ist man an der HfG stolz. Nur für die Gegenwart, da wartet die Hochschule auf grünes Licht aus Wiesbaden. Der HfG-Präsident: „Wir platzen aus allen Nähten“,

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