Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bei vier Schwänen, die in Offenbach verendet sind, ist die Vogelgrippe nachgewiesen worden.
+
Bei vier Schwänen, die in Offenbach verendet sind, ist die Vogelgrippe nachgewiesen worden.

Offenbach

Geflügelpest bei Schwänen

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
    schließen

Die Stadt Offenbach, der Main-Kinzig-Kreis und der Vogelsbergkreis führen die Stallpflicht für Hausgeflügel ein, nachdem die Vogelgrippe bei toten Wildtieren entdeckt wurde.

Von Samstag bis Montag sind Monika Grimm und zwei Mitarbeiterinnen des Offenbacher Amts für Veterinärwesen das Mainufer zwischen Hafen 2 und Rumpenheim auf und ab gelaufen. „Dabei haben wir zwei tote Schwäne gefunden“, berichtet Amtstierärztin Grimm. „Und einen Frankfurter Schwan am Fechenheimer Ufer.“ Bereits Ende Februar waren zwei tote Schwäne in Offenbach gefunden worden. Am Dienstag bestätigten die Laborergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts, dass die Wildtiere an der Geflügelpest verendet sind. Daraufhin erfolgte die Suchaktion am Mainufer.

Die Stadt Offenbach reagiert auf die Vogelgrippe mit einer Stallpflicht für jegliches Hausgeflügel, um mögliche Übertragungen der aviären Influenza zu verhindern. Um das Ansteckungsrisiko zu senken, dürfen die Vögel keinen Auslauf ins Freigelände bekommen. Die amtliche Bekanntmachung erscheint am heutigen Donnerstag. Das Virus wird durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren oder durch Ausscheidungen weitergegeben. Vor allem Wasservögel stellen ein erhebliches Risiko dar, da sie Virusträger sein können, ohne Symptome zu zeigen.

Auch im Vogelsbergkreis und in Teilen des Main-Kinzig-Kreises ist wegen der Geflügelpest wieder eine Stallpflicht für Vögel verhängt worden. Für den Main-Kinzig-Kreis gilt die Anordnung seit Mittwoch, im Vogelsbergkreis tritt sie am Freitag in Kraft, wie die Kreisverwaltungen mitteilten. Bei der verordneten Stallpflicht sei auch eine Haltung in entsprechend gesicherten Volieren zulässig. Laut Mitteilung des Main-Kinzig-Kreises hatte es unter anderem im nahen Landkreis Offenbach mehrere Fälle gegeben. Im Vogelsbergkreis war das Virus an einem toten Silberreiher in Romrod entdeckt worden. Im Dezember war es erstmals bei fünf Schwänen bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis nachgewiesen worden, im Januar traf es eine Geflügelhaltung im selben Ort, die Tiere wurden getötet. Der Hobbytierhalter hatte vergeblich versucht, sich mit juristischen Mitteln dagegen zu wehren.

In Offenbach gibt es sehr viele Kleinsthalter, die zwischen zwei und zwanzig Hühner haben, sowie fünf Kleintierzuchtvereine. „Alle Geflügelhalter wurden aber von meiner Behörde vorsorglich im Herbst angeschrieben“, berichtet Grimm; damals war die Geflügelpest in Norddeutschland aufgetreten. In den kommenden Wochen wird das Veterinärsamt die Ställe kontrollieren, die sich in einem Radius von einem Kilometer der verendeten Tiere befinden.

„Im Moment gibt es nur Fälle im Wildvogelbestand“, betont Grimm. Sollten im Stall eine erhöhte Sterblichkeitsrate oder verdächtige Krankheitssymptome wie Fieber, Appetitlosigkeit oder Teilnahmslosigkeit auffallen, sollen die Geflügelhalter umgehend ihren Tierarzt benachrichtigen. mit dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare