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Startklar: Das medizinische Fachpersonal im Offenbacher Impfzentrum.
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Startklar: Das medizinische Fachpersonal im Offenbacher Impfzentrum.

Offenbach

Fünf Impfstraßen in der Stadthalle

  • Timur Tinç
    vonTimur Tinç
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Das Offenbacher Impfzentrum ist betriebsbereit. 160 Kräfte werden täglich im Einsatz sein wenn der Impfstoff einmal da ist.

Auf dem Boden der Offenbacher Stadthalle kleben bunte Pfeile. Gelb, orange, rot, blau, lila und grün sind die Markierungen, die die zu impfenden Personen zum Wartebereich auf den Tribünen lotst. „96 Personen können dort Platz nehmen“, sagt Marcel Reuther. Der Mitarbeiter im Katastrophenschutz der Feuerwehr hatte die operative Leitung beim Aufbau des Offenbacher Impfzentrums und führte am Freitag durch die umfunktionierte Halle.

In der Halle sind sechs Impfstraßen à fünf Kabinen aufgebaut worden. „Um auf alle individuellen Fragen einzugehen, steht an jeder Impfstraße ein Koordinator bereit“, sagt Reuther. Medizinisches Fachpersonal, das in Plastikschutzanzüge gekleidet ist, wird den Impfstoff verabreichen. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich in einen Ruheraum zu begeben. Im sogenannten Apothekenbereich im hinteren Teil der Stadthalle soll der Impfstoff, wenn er einmal da ist, kühl gelagert und zubereitet werden. „Er muss dann innerhalb von einer Stunde verimpft werden“, erklärt Reuther.

Seit Freitag ist das Offenbacher Impfzentrum betriebsbereit. Bis zu 1000 Personen können zwischen 7 und 22 Uhr täglich geimpft werden. Das Einzige, das in der Stadthalle noch fehlt, ist die IT-Ausstattung. „Die wird uns in den kommenden Tagen vom Land zur Verfügung gestellt“, sagt Uwe Sauer, der Amtsleiter der Berufsfeuerwehr Offenbach. In nur drei Wochen hat er mit rund 200 Helfer:innen das Impfzentrum eingerichtet.

„Die Stadthalle steht sinnbildlich für die Corona-Krise“, sagt Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD). Der Ort, an dem normalerweise Konzerte oder Karneval stattfinden oder zuletzt auch die Stadtverordneten getagt hatten, stehe jetzt für die Hoffnung, dass sich dort möglichst viele impfen lassen, um den Weg zurück in die Normalität gehen zu können, so Schwenke. Bürgermeister Peter Freier (CDU) sprach von einer „logistischen Meisterleistung“ aller Beteiligten.

Wenn es losgeht, werden 160 Kräfte am Tag in zwei Schichten im Impfzentrum arbeiten. „Das klingt hoch“, sagt Uwe Sauer, „aber da alle eine FFP2-Maske tragen müssen, müssen sie je nach Hersteller spätestens nach zwei Stunden eine Pause machen.“ Neben der Stadthalle wurde deshalb extra ein Containerdorf für die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter:innen aufgebaut. Dort kann gegessen, geduscht und auf die Toilette gegangen werden. Zusätzlich laufen gerade die Verhandlungen mit einem Sicherheitsdienst, der die Ein- und Ausgänge des Impfzentrums überwachen wird.

Die Materialkosten für die Schutzkleidung, Masken und alles weitere übernimmt das Land Hessen. „Wir mussten für 250 Betriebstage kalkulieren. Das war schon eine Herausforderung“, berichtet Sauer. „Ich glaube, wir haben das ganz gut hingekriegt und wir können ein bisschen stolz auf uns sein.“

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