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Elektronischer Service

Führerschein von zu Hause aus

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Als erste Stadt in Hessen führt Offenbach eine Software für elektronischen Service ein.

Als erste Stadt in Hessen führt Offenbach eine Software für elektronischen Service ein.

Wieder einmal nimmt Offenbach eine Spitzenstellung ein. Die Stadt ist sogar schneller als das Gesetz und eigentlich nur noch mit Hamburg vergleichbar. Offenbach ist die erste Stadt in Hessen, und die zweite in der Bundesrepublik, die die Software eingeführt hat, mit der Bürger künftig ihren Führerschein mit dem heimischen Computer beantragen können – etwa bei Verlust durch Diebstahl oder wenn die Führerscheinprüfung naht.

Der Vorteil: Antragsteller brauchen sich nicht in die lange Schlange vor dem Bürgerbüro einzureihen, um Formulare abzugeben oder eine Unterschrift zu leisten.

Außer Offenbach ist nur Hamburg in der Lage, diesen Service anzubieten. Denn die Stadt Hamburg erarbeitete die Software mit Namen fe21 gemeinsam mit dem IT-Dienstleister ekom 21, der sie zum 8. März bereits in Offenbach installiert hat. Bürgerbüroleiterin Martina Fuchs und Stadtrat Felix Schwenke (SPD) stellten die Neuheit am Donnerstag vor. „Es brauchte eine mutige Stadt mit Innovationskraft“, sagte Detlev Folgmann von ekom 21.

Vorteil für Mitarbeiter

Zum bequemen Service fehlt allerdings noch eine Kleinigkeit: Die Bundesregierung hat das erforderliche Gesetz noch nicht beschlossen. Bislang gilt noch das „Schriftform-Erfordernis“, das heißt, dass Bürger ein Dokument in der Behörde unterschreiben müssen und die Behörde das Dokument aufbewahrt. Fuchs hofft, dass die Änderung zum Jahreswechsel so weit sein könnte.

Den eigentlichen Vorteil bietet die Software aber den Mitarbeitern des Bürgerbüros. Sie benötigen weniger Zeit für eine Führerscheinbestellung – etwa ein Viertel weniger. Die Software bietet die gleiche Benutzeroberfläche, die auch für die elektronische Zulassung von Autos nötig ist. Sollte diese kommen, wäre Offenbach gerüstet. Die Abstimmung und Datenübernahme von Einwohnerwesen, Kassensystem und Kraftfahrt-Bundesamt werden vereinfacht. 150.000 Bestandsfälle seien kürzlich erfolgreich in das neue System übertragen worden, berichtete Annette Wallisch, Leiterin der Führerscheinbehörde.

Wer dennoch künftig den Führerschein lieber persönlich beantragen möchte, kann dies weiterhin tun. Man muss sich nur in die Schlange vor dem Bürgerbüro einreihen. Mit geringeren Gebühren ist ohnehin nicht zu rechnen. Wie Schwenke mitteilt, sind die Führerscheingebühren bundeseinheitlich geregelt. Kostendeckend seien sie aber nicht. Die neue Software verringere nur die Deckungslücke.

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