Offenbach

Alte Forderung

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Die Freien Wähler wollen einen Stromverteiler am Main, um Feinstaub aus Schiffsabgasen zu vermeiden. Nur: Das wurde längst beschlossen - und zwar auch mit den Stimmen der Freien Wähler.

„Bei der Vielzahl an Themen kann man in der Kommunalpolitik durchaus den Überblick verlieren. Aber dass das Kurzzeitgedächtnis der Freien Wähler so schlecht funktioniert, ist dann doch überraschend“, sagt die SPD-Stadtverordnete Ulla Peppler. Sie nimmt damit Bezug aus einen Vorschlag von Dennis Lehmann, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler (FW).

Er hatte in einer Pressemeldung gefordert, dass die Stadt Offenbach Verhandlungen mit dem Amt für Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung aufnehmen solle, damit unter anderem an den Schiffanlegestellen am Main Stromverteiler installiert werden. Dadurch solle die Luftverschmutzung durch die Dieselabgase der Schiffe verringert werden.

„Diesen Vorschlag können wir voll unterstützen“, sagt Peppler. Allerdings sei dies von der Stadtverordnetenversammlung längst beschlossen worden – und zwar nach ihren Angaben auch mit den Stimmen der Freien Wähler und ihres Fraktionsvorsitzenden. Auch einen sinnvollen Beschluss sollte man nicht zwei Mal fassen, sagt sie weiter.

Lehmann hatte in seiner Pressemeldung zum Anlass genommen, dass drei „Luxus-Kreuzfahrtschiffe“ in Offenbach am Ufer liegen. Grund dafür: der niedrige Wasserstand und die zu hohen Liegegebühren in anderen Städten. Neben Stromverteilern zur Vermeidung von Feinstaub aus den Schiffsaggregaten fordert er darüberhinaus die Anpassung der Liegegebühr: „Die Stadt muss davon profitieren, wenn Schiffe am Mainufer festmachen.“ laf

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