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Vom Rathaus aus war zu sehen, wie der Rauch über die Stadt zog.

Brand in Offenbach

Brand in Offenbach - Kriminalpolizei ermittelt 

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Großeinsatz für die Feuerwehren: Eine Produktionshalle des Batterie-Recycling-Unternehmens Redux in Offenbach stand in Flammen. 

Großeinsatz für die Feuerwehr am Mittwoch im Offenbacher Osten: Gegen 8.50 Uhr brach in einer Produktionshalle des Batterie-Recycling-Unternehmens Redux in der Brockmannstraße ein Feuer aus. Rund 100 Feuerwehrleute aus Offenbach, Frankfurt, Mühlheim, Obertshausen und Neu-Isenburg waren bei den Löscharbeiten im Einsatz. Allein die Frankfurter Feuerwehr war mit 30 Personen und zehn Fahrzeugen den Kollegen der Nachbarstadt zu Hilfe gekommen.

Wie das Feuer ausbrechen konnte, stand am Mittwoch noch nicht fest, die Brandermittlungsgruppe der Kriminalpolizei hat die Arbeit aufgenommen. Verletzt wurde bei dem Feuer nach ersten Erkenntnissen niemand, die rund 40 Mitarbeiter der Firma Redux wurden nach Ausbruch des Feuers sofort evakuiert. „Die Notfallkette hat perfekt funktioniert“, heißt es in einer Stellungnahme von Redux.

Schwarze Rauchsäule über Offenbach

Die schwarze Rauchsäule des Feuers war am Morgen kilometerweit zu sehen. Die Feuerwehr rief über das Katastrophen-Warnsystem Katwarn, Radiodurchsagen und in sozialen Medien dazu auf, im weiten Umkreis bis ins Frankfurter Stadtgebiet Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Bei der Polizei in Offenbach wie in Frankfurt gingen am Morgen viele Anfragen bezüglich der Rauchsäule ein. „Wir haben vor allem über Twitter viele Nachfragen erhalten und konnten rasch antworten“, sagt ein Polizeisprecher. Die rasche Information über soziale Medien habe sich dabei bewährt, betont auch eine Frankfurter Polizeisprecherin.

Für die Löscharbeiten mussten zwei Straßen gesperrt werden, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen bestätigte. „Größere Verkehrsbehinderungen im Autoverkehr gab es wohl nicht“, sagt er der FR.

Bahnstrecken zeitweise gesperrt

Anders sah es dagegen im Bahnverkehr aus: Da das Unternehmen direkt an die ICE- und S-Bahnstrecke angrenzt, kam es zu Zugausfällen und Verspätungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn mitteilt. „Die Feuerwehr hat das nahe Stellwerk evakuiert, dadurch musste die Strecke gesperrt werden, und es kam zu erheblichen Ausfällen“, sagt der Bahnsprecher. Der knapp 600 Meter entfernte S-Bahnhof Offenbach-Ost wurde wegen des Feuers und der Rauchentwicklung zeitweilig gesperrt.

An mehreren Stellen im Stadtgebiet sowie an der Grenze zu den benachbarten Kommunen wurden den Tag über Schadstoffmessungen in der Luft durch die Feuerwehr vorgenommen. Alle Messungen an den fünf Standorten seien jedoch negativ gewesen, eine Gefahr für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt bestanden. „Wir haben die Luft vor allem auf Wasserstoff- und Chlorverbindungen untersucht“, sagt Offenbachs Feuerwehrchef Uwe Sauer, „also vor allem auf ätzende Verbindungen.“

Gegen 11.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch bis in den Nachmittag an. „Wir sind dabei, die erhitzten Akkus aus der Produktionshalle zu transportieren und im Wasserbad abzukühlen, damit sie sich nicht erneut entzünden“, sagt Sauer.

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