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Festival der Theater-Amateure

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Von: Andrea-Maria Streb

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Da ist Leben auf der Bühne: Touch Down vom Piccolo Theater Cottbus.
Da ist Leben auf der Bühne: Touch Down vom Piccolo Theater Cottbus. © BDAT

Die Gewinner des Amarena-Awards 2016 des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) führen in Offenbach ihre Stücke auf.

An drei Tagen im September wird Offenbach zum Zentrum des deutschen Amateurtheaters. Das Preisträgerfestival zum Amarena-Award 2016 des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) wird dann in der Stadt zu Gast sein. Fünf Theater haben den mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Preis, der in verschiedenen Kategorien vergeben wird, gewonnen. Sie werden ihre Gewinner-Stücke vom 22. bis 24. September präsentieren. Bei einer festlichen Gala werden die Preisträger ausgezeichnet. Schirmherr der Veranstaltung ist der hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein.

Theaterclub Elmar als Botschafter

„Offenbach hat besonderen Charme als Austragungsort, denn es gibt hier diese reizvollen Auftrittslocations“, sagte Frank Grünert, künstlerischer Leiter des Festivals und Vizepräsident des BDAT. Die Theatergruppen werden in der Alten EVO-Schlosserei, dem Ledermuseum und im Hafen 2 auftreten, kündigte Simon Isser an, der Vorsitzende des Offenbacher Theaterclubs Elmar.

Der Theaterclub hat sich für die Austragung des Festivals in Offenbach eingesetzt und wird es vor Ort mit ehrenamtlicher Hilfe unterstützen. Dieser Einsatz des Clubs und die „sofortige positive Reaktion“ der Stadt waren ebenso Gründe dafür, das Festival nach Offenbach zu bringen, wie die Unterstützung des Verbands Hessischer Amateurtheater und die finanzielle Unterstützung der Landesregierung, erläuterte Katrin Kellermann vom BDAT.

Die Preisträger bringen im Sommer ein breit gefächertes Programm auf die drei Offenbacher Bühnen. So zeigten etwa mit den Cammerspielen Leipzig „junge innovative Menschen eine einzigartige, körperbetonte und unterhaltsame Inszenierung mit Anklängen an die Commedia dell’Arte“ des Stücks „Die (Selbst)Natürlichen“ nach Denis Diderot, kündigte Frank Grünert an. Das Jugendtheater Piccolo aus Cottbus zeige dagegen eine Eigenproduktion. In dem Stück „Touch down“ behandeln die Jugendlichen laut Grünert das Thema sexuelle Gewalt nach einem realen Ereignis.

Experimentell soll es beim Leipziger Tanztheater zugehen, sagt der Festivalleiter. Thema von „Ich bin, aber ich habe mich noch nicht“ sei das virtuelle Leben junger Menschen.

Das Seniorentheater Uhu (Unter hundert) aus Bonn zeigt seine Fassung von Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“. Das Ensemble des Ulmer Theaters Heyoka besteht aus behinderten und nicht behinderten Schauspielern, die sich in ihrer Eigenproduktion „Walking in between“ den Themen Geburt, Tod und Wechsel zwischen den Welten widmen – „eine emotionale Produktion“, sagte Grünert.

Flüchtlinge stehen auf der Bühne

Als „roter Faden“ wird eine besondere Theatergruppe bei allen Aufführungen die Einstimmung übernehmen. Die „United Unicorns“ aus Esslingen bestehe aus Geflüchteten, erläuterte Simon Isser vom Theaterclub Elmar, der die Gruppe schon länger begleitet. Die Schauspieler, die unter anderem aus Gambia, Syrien und Afghanistan stammten, brächten eine Mischung aus Trommeln, Tanz, Akrobatik und Artistik auf die Bühne. Sie sind laut Isser auchh schon einmal in Offenbach aufgetreten.

„Alle Aufführungen sind öffentlich“, betonte Isser. Das genaue Wann und Wo werde noch bekannt gegeben, kündigte er an. Karten werde es „zu günstigen Preisen“ im Vorverkauf geben.

Neben den Aufführungen kündigte Festivalleiter Grünert ein Rahmenprogramm mit Podiumsdiskussion und der Präsentation eines Förderprogramms an. In der Stadt werden zu dem Festival zahlreiche Theatergruppen und Theaterbegeisterte erwartet.

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