Klimawandel in Offenbach

So federt Offenbach den Klimawandel ab

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Laura Düpre ist die neue Klimaanpassungsmanagerin der Stadt.

Nach einer Untersuchung des Deutschen Wetterdienstes könnte in Offenbach die Zahl der heißen Sommertage in den kommenden Jahren zunehmen. Um die Folgen des Klimawandels für die Offenbacherinnen und Offenbacher erträglicher zu machen, hat das Stadtparlament bereits 2017 ein Konzept zur Klimaanpassung verabschiedet. Für die Umsetzung ist seit Ende vergangenen Jahres die Klimaanpassungsmanagerin Laura Düpre zuständig. Ihre Vollzeitstelle wird noch bis Oktober zu 90 Prozent durch Mittel der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums gefördert, teilte die Stadt am Freitag mit.

„Wir müssen die Synergien von verschiedenen Akteuren in der Stadt zusammenführen und nutzen, damit wir Offenbach zukunftsfähig machen“, sagt die Gießenerin, die dort an der Justus-Liebig-Universität ihren Bachelor in Umweltmanagement und ihren Master in Umwelt- und Ressourcenmanagement gemacht hat. Im November vergangenen Jahres hat sie in Offenbach die auf ein Jahr befristete Stelle als Klimaanpassungsmanagerin übernommen. Ihr Vorgänger Lukas Glitsch hat innerhalb des Amtes für Umwelt, Energie und Klimaschutz die Stelle gewechselt. Er kümmert sich jetzt um die Verwaltung von rund 15 Millionen Euro aus Fördergeldern, die die Stadt erhalten hat, damit sie ihre Gesamtstrategie zur Luftreinhaltung umsetzen kann.

„Wir haben hier mit den Klimaanpassungsmaßnahmen viele Ansatzpunkte, um für die Bürgerinnen und Bürger Vorsorge zu treffen“, sagt Laura Düpre. Dass diese notwendig seien, habe der vergangene Sommer gezeigt. Langanhaltende Hitze erhöhe die gesundheitlichen Risiken für die Bewohner und der damit verbundene Trockenstress lasse zudem die Bäume in der Stadt sterben.

Um die Folgen des Klimawandels abzufedern, hatte das Stadtparlament im Dezember auf Initiative der Koalition aus CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern unter dem Titel „Klimafreundliche Stadt“ einstimmig ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Danach sollen unter anderem öffentliche Gebäude stärker als bisher begrünt und Oberflächen in deren Umfeld entsiegelt und ebenfalls bepflanzt werden. Außerdem will die Stadt öffentliche Trinkwasserspender aufstellen.

Bevor Düpre ihre Stelle in Offenbach antrat, arbeitete sie in Frankfurt für das bundesweit aktive Projekt Stromspar-Check. Das Leben in einer Stadt am Wasser bringe viele Vorteile, sagt sie. „Ich genieße es, auf meinem Arbeitsweg am Main entlangzuradeln.“ 

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